Für Kunst-Ausstellung – Schamhaar von Rainer Langhans vergoldet

Düsseldorf/Ahlen – Er ist das Gesicht (und die Frisur!) der 68er-Bewegung: Rainer Langhans (77). Jetzt ist ein Teil seiner wilden Revoluzzer-DNA in einem Kunstwerk verewigt – in Form eines vergoldeten Schamhaares!

Zu sehen ist es, auf einem Metall-Sockel unter Plexiglas in der Ausstellung „68 wird 50“ in Ahlen (NRW).

Das Düsseldorfer Künstler-Paar Evelyn Möcking und Daniel Nehring (beide Jahrgang 1984) besuchte für das Werk Langhans in München, bat ihn nach einem vielstündigen Gespräch um ein einzelnes Schamhaar für die „künstlerische Forschung“.

Dieses gekräuselte Haar wurde mit Gold bedampft und mit einem Spezial-Mikroskop (REM) vergrößert.

Die dabei sichtbar werdende Struktur des Haares wird nun in verschiedenen Bildern als Video im Hintergrund gezeigt. Titel der Installation: „Searching for the revolution“ – „Auf der Suche nach der Revolution“.

„Das sind sehr schöne Bilder“, sagt Ruppe Kosselleck (51), Künstlerischer Leiter der Ausstellung. „Die platte Ebene wäre, dass man fragt, wie viel Uschi Obermaier noch an diesem Haar klebt. Aber das ist eine sehr gründliche, analytische Arbeit. Sogar die Uni Düsseldorf hat diese Originalprobe der 68er-DNA überprüft.“

Über drei Dutzend Künstler aus ganz Deutschland hatten bei dem Kunst-Wettbewerb für die Ausstellung mitgemacht. Aber das Schamhaar sackte den Sieg ein. 

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