Miese Jobstarts: “Ich saß die ersten drei Tage nur rum”


Der erste Tag im neuen Job will gut geplant sein, denn einen guten ersten Eindruck kann man bekanntlich nicht zweimal machen. Viele bereiten sich deshalb wochenlang vor. Job-Anfänger posieren vor dem Spiegel, um die Begrüßung zu üben. Sie kramen im Schrank nach der passenden Garderobe und kommen am ersten Tag extra pünktlich – und dann das: Niemand hat auch nur die leiseste Ahnung, dass heute ein neuer Kollege kommt.

"Zwei Wochen Kaffee kochen"

Genau so erging es einem Jobanfänger, der über seine Erfahrung in einer aktuellen Umfrage der Recruiting-Plattform Softgarden berichtet:

"Ich meldete mich pünktlich zum ersten Arbeitstag bei der Dame an der Rezeption, aber diese wusste nichts von mir", schreibt er. Erst nach einer vollen Stunde und unzähligen Telefonaten sei er schließlich an seinem neuen Arbeitsplatz gelandet. Doch auch dort erwartete ihn niemand.

"Der Einzige, der scheinbar von mir wusste, war der Geschäftsführer. Leider war er die nächsten zwei Wochen auf Dienstreise, so dass ich erst einmal zwei Wochen lang acht Stunden täglich Prospekte studieren und Kaffee kochen durfte, bis neue Anweisungen kamen."

Andere Angestellte berichten von ähnlich verpatzten Job-Einstiegen:

Diese Berichte hat Softgarden im Februar und März bei einer Umfrage unter Jobeinsteigern gesammelt, die ihre Bewerbungssoftware genutzt hatten. Jeder vierte Befragte gab an, dass er am ersten Arbeitstag nicht den Kollegen vorgestellt wurde und jeder Zweite musste erst noch auf Rechner, Mailadresse oder Visitenkarten warten. Repräsentativ ist die Umfrage allerdings nicht, trotz einer Zahl von mehr als 2700 Teilnehmern, Durchschnittsalter 36 Jahre.

Wir war das bei Ihnen? Haben Sie sich gleich wohlgefühlt oder sind Sie an Ihren Kollegen verzweifelt? Schicken Sie uns doch eine Mail mit Ihren Erlebnissen.