Tennis: Angelique Kerber zieht problemlos ins Wimbledon-Endspiel ein


Angelique Kerber hat das Finale von Wimbledon erreicht. Die 30-Jährige setzte sich im Halbfinale des prestigeträchtigen Grand-Slam-Turniers in London gegen Jelena Ostapenko in 1:07 Stunden 6:3, 6:3 durch und hat nun die Chance auf ihren dritten Grand-Slam-Titel nach den zwei Triumphen 2016 bei den Australian und den US Open.

In Wimbledon steht Kerber bereits zum zweiten Mal im Endspiel: Ebenfalls 2016 war sie erst im Finale an Serena Williams gescheitert. In diesem Jahr könnte es zu einer Neuauflage dieses Duells kommen – im zweiten Halbfinale spielt die US-Amerikanerin gegen die Deutsche Julia Görges (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

Ostapenkos Taktik war von Beginn an Attacke. Im ersten Satz schien es, als ob nur die 21 Jahre alte Lettin entscheide, wer den Punkt bekommt – im positiven wie im negativen Sinne: Einfache Fehler wechselten sich mit Vorhand-Winnern ab. Kerber war in der Defensive, leistete sich aber deutlich weniger Unforced Errors.

Das war dann auch der Grund dafür, dass Kerber nach 31 Minuten den ersten Satz für sich entschied. Zuvor hatte sie eine Breakchance Ostapenkos mit einem Ass abgewehrt und sich im direkten Gegenzug den Vorsprung gesichert. Der Satzball war dann symptomatisch für den Auftritt Ostapenkos: Die Lettin leistete sich einen Doppelfehler.

Im zweiten Satz zeigte sich Ostapenko beeindruckt und fahrig. Kerber gelangen zwei Breaks zur 5:1-Führung, Ostapenko nahm Kerber ebenfalls ein Aufschlagspiel ab und wehrte auch einen Matchball ab, doch den Sieg der Deutschen konnte sie nicht mehr verhindern.