Trainer-Wechsel beim VfB – Das sind die Korkut-Gewinner

Er ist bis­lang DER Ge­win­ner des Stutt­gar­ter Trai­ner-Wech­sels!

Als Erik Thom­my (23) Mitte Ja­nu­ar – noch unter Ex-Coach Han­nes Wolf (36) – zum VfB wech­sel­te, galt er als klas­si­scher Back-up.

Doch unter Tay­fun Kor­kut (43) ent­wi­ckel­te er sich zum Blitz-Star­ter, durf­te gleich zwei Mal von Be­ginn an ran – und damit genau so oft wie bei Ex-Klub Augs­burg in der ge­sam­ten Hin­run­de.

Ein Bank­drü­cker star­tet durch!

Für viele eine dicke Über­ra­schung. Für Thom­my selbst of­fen­bar aber nicht.

Der Flü­gel­flit­zer zu BILD: „Wel­cher Bun­des­li­ga-Spie­ler ist heut­zu­ta­ge noch ge­setzt? Da gibt es nur we­ni­ge. Klar, Kon­kur­renz ist da. Ich habe aber schon immer be­tont, dass ich mich so vor­be­rei­te, dass ich auch spie­le. Und hier war das nicht an­ders.“

Thom­my nimmt reich­lich Selbst­ver­trau­en mit in sein „altes Wohn­zim­mer“ in Augs­burg, wo er 2010 in der U17 an­heu­er­te – und er am Sonn­tag (15.30 Uhr) die alten Kol­le­gen är­gern möch­te. Be­son­ders sei­nen Kum­pel und ehe­ma­li­gen Zim­mer­ge­nos­sen Phil­ipp Max (24).

Augsburgs Philipp Max
Trifft am Sonntag auf seinen alten Kumpel und Zimmergenossen: Augsburgs Philipp MaxFoto: picture alliance / augenklick/fi

Mit dem Links­ver­tei­di­ger traf sich Thom­my An­fang der Woche in Augs­burg zum Mit­ta­ges­sen, Sonn­tag will er ihn auf dem Platz ver­na­schen. Wo­mög­lich ja sogar im di­rek­ten Duell.

Gegen Glad­bach (1:0) star­te­te Thom­my zwar links, tausch­te mit Chris­ti­an Gent­ner (32) aber häu­fig die Sei­ten.

Was er bei sei­ner Rück­kehr er­war­tet? Thom­my: „Ein kampf­be­ton­tes Spiel, in dem es rich­tig zur Sache geht! Men­tal und vom Zu­sam­men­halt her sind die Augs­bur­ger ex­trem stark.“

In der Ta­bel­le ak­tu­ell sogar je sie­ben Punk­te und Plät­ze stär­ker als der VfB!

Bei dem noch drei weitere Spieler zu DEN Gewinnern unter Neu-Coach Korkut zählen…

Stuttgarts Außenverteidiger Andreas Beck (l.)
Unter Korkut wieder oben auf: Stuttgarts Außenverteidiger Andreas Beck (l.)Foto: RONALD WITTEK/EPA-EFE/REX/Shutterstock

In der Hin­run­de fast immer Stamm­kraft, in der Rück­run­de plötz­lich außen vor. Ex-Coach Wolf schien das Ver­trau­en in Beck ver­lo­ren zu haben, ließ ihn in den ers­ten drei Par­ti­en des Jah­res je­weils 90 Mi­nu­ten auf der Bank ver­sau­ern, schob dafür Ben­ja­min Pa­vard (21) auf die Rechts­ver­tei­di­ger-Po­si­ti­on.

Kor­kut sieht den Fran­zo­sen lie­ber innen, setzt auf Becks Rou­ti­ne – und holte ihn di­rekt zu­rück in die Start­elf.

VfB-Stürmer Daniel Ginczek
Gegen Gladbach Starter und Matchwinner: VfB-Stürmer Daniel GinczekFoto: RONALD WITTEK/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Der Stür­mer pro­fi­tier­te vom Trai­ner- und des­sen Sys­tem­wech­sel. Weil Kor­kut auf zwei echte Spit­zen setzt, muss sich Gin­czek nicht mehr län­ger hin­ten an­stel­len.

Unter Wolf war er meist nur als Joker ge­kom­men – ob für den in­zwi­schen nach Köln ab­ge­wan­der­ten Simon Terod­de (29) oder Heim­keh­rer Mario Gomez (32).

Gin­czeks Kor­kut-Bi­lanz: 135 Mi­nu­ten ge­spielt, in Wolfs­burg die Wende ge­bracht, gegen Glad­bach Sieg-Tor­schüt­ze.

Stuttgarts Mittelfeldspieler Orel Mangala (r.)
Beißt sich wieder ran: Stuttgarts Mittelfeldspieler Orel Mangala (r.)Foto: RONALD WITTEK/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Zu­ge­ge­ben: Auch unter Kor­kut bringt es der Mit­tel­feld­spie­ler erst auf zwei Ein­wechs­lun­gen und ins­ge­samt 27 Spiel­mi­nu­ten.

Aber: Unter Vor­gän­ger Wolf war er schon so gut wie in Ver­ges­sen­heit ge­ra­ten. In acht der letz­ten neun Li­ga-Spie­le des Ex-Trai­ners stand Man­ga­la (Foto) nicht auf dem Platz, gegen Mainz und Schal­ke nicht mal mehr im Kader.

Gegen Glad­bach half er nun, das 1:0 zu ver­tei­di­gen. Der bul­li­ge Bel­gi­er kämpft sich wie­der ran.

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