Änderung des Jagdgesetzes – Nutrias & Wildschweine bald zum Abschuss frei

Nutrias gefährden durch ihre Buddelei die Stabilität von Deichen, Dämmen
Nutrias gefährden durch ihre Buddelei die Stabilität von Deichen, DämmenFoto: dpa

Niedersachsen – Nicht nur den lästigen Biberratten (Nutrias) soll es verschärft an den Pelz gehen. Auch für Wildschweine werden die Zeiten in den Wäldern bald um einiges härter.

Denn es steht eine Änderung des Jagdgesetzes in Niedersachsen an. Der Entwurf wird am Mittwoch im Agrarausschuss des Landtages in Hannover diskutiert.

Wird das Jagdgesetz geändert, dürfen künftig auch Muttertiere erlegt werden
Wird das Jagdgesetz geändert, dürfen künftig auch Muttertiere erlegt werdenFoto: E/Getty Images

1. Begründung: Die aus Südamerika stammenden Nutrias buddeln tiefe Löcher, gefährden so die Stabilität von Deichen, Dämmen und somit den Hochwasserschutz. Weil sich die Nager mehrmals jährlich vermehren, werden auch Elterntiere zum Abschuss freigegeben. Und: Dafür braucht es künftig keine Jagdausbildung mehr. Auch Nichtjäger mit Sachkunde-Nachweis dürfen Nutrias fangen oder töten.

2. Begründung: Bei Wildschweinen geht's um die aus Osteuropa näher rückende Afrikanische Schweinepest (ASP). Schwarzwild kann die gefährliche Seuche übertragen, deshalb soll die Jagd erleichtert, künftig notfalls auch Muttertiere erlegt werden dürfen.

Ein Übergreifen auf Hausschweine hätte Schäden in Milliardenhöhe zur Folge. Der Naturschutzbund Nabu kritisiert die Pläne ebenso wie die Niedersächsischen Grünen.

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