Bremerhaven: Tödlicher Unfall auf A27 – Einsatzkräfte beschimpft

Wegen eines schweren Unfalls wurde die A27 bei Bremerhaven für mehrere Stunden gesperrt. Einige Autofahrer verloren offenbar die Geduld: Sie sollen Polizisten und Rettungskräfte gestört und beleidigt haben.


Sie kamen als Helfer, wurden bei ihrem Einsatz aber eigenen Angaben zufolge zum Teil behindert und beschimpft: Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr sind am Sonntag zu einem schweren Unfall auf der Autobahn 27 bei Bremerhaven ausgerückt. Bei dem Unfall starb ein 79-jähriger Autofahrer, seine 78 Jahre alte Beifahrerin wurde schwer verletzt.

Der Mann war laut Polizei auf ein vor ihm fahrendes Auto mit Pferdeanhänger geprallt und erst mehrere hundert Meter weiter mit seinem Wagen zum Stehen gekommen. Bei dem Aufprall riss demnach der Pferdeanhänger ab und blieb seitlich auf der Fahrbahn liegen.

Trotz Reanimationsversuchen sei der 79-Jährige noch an der Unfallstelle gestorben, teilte die Polizei mit. Der Unfall sei vermutlich durch gesundheitliche Probleme des Mannes ausgelöst worden.

Die A27 wurde in Richtung Bremen für mehrere Stunden gesperrt – wegen "der Größe der Unfallstelle und dem damit verbundenen Aufwand der Spurensicherung", hieß es. Bei dem Einsatz wurden Rettungskräfte und Polizisten demnach von mehreren Autofahrern gestört und beleidigt – unter anderem mit Begriffen wie "unfähige Idioten" und "Arschlöcher". Die Polizei erteilte Platzverweise.

Immerhin: Andere Autofahrer erwiesen sich auch als nett und boten Getränke an.

wit/dpa