1:3 – Werders Abwärtstrend hält an

Stand: 10.11.2018 17:25 Uhr

von Johannes Freytag, NDR.de

Bremens Abwehrreihe um Ludwig Augustinsson (r.) zeigte sich gegen Gladbach erneut löchrig.

Werder Bremen hat den Abwärtstrend nicht stoppen können und in der Fußball-Bundesliga beim 1:3 (0:1) am Sonnabend gegen Mönchengladbach die dritte Niederlage in Folge kassiert. Das gab es in der einjährigen Amtszeit von Trainer Florian Kohfeldt noch nie. Mann des Tages im ausverkauften Weserstadion war auf Gladbacher Seite der Franzose Alassane Pléa, der alle drei Gästetore erzielte. Nuri Sahin traf für Werder und leitete eine Aufholjagd mit zahlreichen Torchancen der Grün-Weißen ein. Es reichte aber nicht mehr zu einem weiteren Treffer. In der Tabelle rutschte Werder nun aus den Europapokalrängen und ist nur noch Siebter. “Wir sind einfach noch kein Spitzenteam, sondern noch in der Entwicklung”, sagte Sahin nach der Partie dem NDR Hörfunk.

Bremen startet sehr defensiv

11.Spieltag, 10.11.2018 15:30 Uhr

Die Frage, ob Philipp Bargfrede oder Sahin spielen würden, beantwortete Kohfeldt ganz einfach: Er ließ beide in der Startelf ran, das gab es in dieser Saison erst einmal, beim 1:2 in Stuttgart. Sahin ließ sich noch hinter Bargfrede in die Abwehr zurückfallen und versuchte, von dort aus das Spiel aufzubauen. Die Folge: Gegen die extrem vorsichtig agierenden Bremer hatten die mutiger spielenden Gäste aus Mönchengladbach die ersten Torgelegenheiten, Tobias Strobl (4.) und Lars Stindl (14.) vergaben jedoch.

Erst nach gut 20 Minuten kam Werder auf Touren: Maximilian Eggestein scheiterte aus der Distanz (21.), Martin Harniks Schuss entschärfte Gladbachs Keeper Yann Sommer (23.), Davy Klaassens Versuch wurde knapp über die Querlatte abgefälscht (27.). Das erste Tor der Partie erzielten dann aber die Gäste: Pléa tanzte am Strafraumrand Klaassen und Harnik aus und schlenzte den Ball am herausstürzenden Jiri Pavlenka vorbei zum 1:0 ins Netz (39.).

Pléa schnürt den Dreierpack

Den zweiten Durchgang ging Werder mit einer offensiveren Taktik an: Stürmer Johannes Eggestein kam für Bargfrede in die Partie. Doch schon kurz nach Wiederanpfiff war alle Taktik Makulatur und das Spiel schien gelaufen. Erst fand eine von Thorgan Hazard flach hereingegebene Ecke den heranrauschenden Pléa, dessen Schuss leicht abgefälscht von Vejlkovic ins Tor ging (48.), dann war der Franzose nach einer schönen Flanke von Oscar Wendt zur Stelle – 0:3 aus Bremer Sicht, und es waren gerade einmal 52 Minuten gespielt.

Werder rennt vergeblich an

Sahin: “Wir sind noch in der Entwicklung”

NDR Info

10.11.2018 17:47 Uhr Autor/in: Pusitzky, Axel

Nuri Sahin schoss bei der Bremer 1:3-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach den Ehrentreffer. Er glaubt aber nicht, dass es nun einen Rutsch nach unten geben wird.

Aber es blieben auch noch 38 Minuten Zeit für eine Aufholjagd. Und die starteten die Hausherren: Sahin traf nach Hereingabe von Ludwig Augustinsson zum 1:3 (59.), nur eine Minute später hatte Max Kruse das 2:3 auf dem Kopf, verfehlte das Gladbacher Tor aber (60.). Auch Klaassens Schuss ging vorbei (70.). Eine Viertelstunde vor dem Ende brachte Kohfeldt in Claudio Pizarro den nächsten Offensivmann – Werders Bundesliga-Rekordtorschütze köpfte nur kurz nach seiner Einwechslung knapp über die Querlatte (76.). Werder schnürte den Gegner nun im Strafraum ein, aber weder Theodor Gebre Selassie (78.) noch Johannes Eggestein (82.) hatten Schussglück. Gladbachs Offensive fand nur noch sporadisch statt, nach einem katastrophalen Fehlpass von Klaassen hatte Pléa das 4:1 auf dem Fuß, scheiterte aber an Pavlenka (84.). Auch die letzte Torchance der Partie ging auf das Konto der Gladbacher: Florian Neuhaus spitzelte den Ball zwar an Pavlenka, aber auch am Gehäuse vorbei (90.+1).

Dieses Thema im Programm:

Sportclub |
11.11.2018 | 22:50 Uhr

Leave a Reply

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei