27 Senioren müssen wegen Einsturzgefahr Wohnungen verlassen

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Notfälle: 27 Senioren müssen wegen Einsturzgefahr Wohnungen verlassen
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Bei fast 30 pflegebedürftigen Senioren klingelt es abends an der Tür. Die Bewohner müssen sofort raus, das Haus könnte einstürzen. Nun warten die Betroffenen in einem Hotel darauf, ob sie je wieder in ihre Wohnungen zurückdürfen.

Wegen Einsturzgefahr hat die Stadt Augsburg in der Nacht zum Samstag kurzfristig ein größeres Wohnhaus in der Innenstadt räumen lassen. Wie ein Sprecher der Stadt am Samstag sagte, seien 27 Bewohner in einem Hotel untergebracht worden. Das Gebäude ist im Besitz einer von der Stadt verwalteten Stiftung, darin leben überwiegend pflegebedürftige Senioren.

Ein Gutachter hatte bei der Untersuchung des Hauses festgestellt, dass die Fundamente unterspült wurden. Ein plötzliches Zusammenbrechen tragender Wände sei möglich, hieß es. Der Experte meinte, dass die „unverzügliche Räumung“ des Gebäudes mit 29 Wohnungen und 4 Geschäften notwendig sei. Die Kommune hatte das Schreiben des Ingenieurbüros am Freitag erhalten und daraufhin am Abend die Evakuierung angeordnet.

Ein Krisenteam unter Leitung von Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) mit Polizei, Feuerwehr und Vertretern der Hilfsorganisationen kümmerte sich dann um die Information der Bewohner. Geschultes Personal habe die betagten Bewohner möglichst sensibel informiert und sorgsam auf das Verlassen der Wohnungen vorbereitet.

Seit Freitagabend 22.00 Uhr darf das Gebäude nur noch von Bauspezialisten und Einsatzkräften betreten werden. Am Montag soll über die weiteren Schritte entschieden werden. Dann erst wird klar sein, ob und wann das Haus wieder bewohnbar sein wird.

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