Braunschweig taumelt weiter Richtung Regionalliga

Stand: 10.11.2018 16:04 Uhr

von Matthias Heidrich, NDR.de

Braunschweig musste gegen Uerdingen eine Heimniederlage hinnehmen.

Wird Eintracht Braunschweig in die Regionalliga durchgereicht? Wenn nach 15 Saisonspielen und einem bereits vollzogenen Trainerwechsel erst neun Punkte zu Buche schlagen, deutet vieles darauf hin. Am Sonnabend kassierte der Tabellenletzte der Dritten Liga mit dem 0:2 (0:2) im Heimspiel gegen den KFC Uerdingen 05 die achte Saisonpleite. Sieben Zähler sind es aktuell bis zum rettenden Ufer.

Die gute Nachricht: Die “Löwen” haben durch die Länderspielpause nun mehr als zwei Wochen Zeit, um an Lösungen für die Misere zu arbeiten. Erst am 26. November geht es für die Eintracht mit der Montagspartie (19 Uhr) beim Tabellenzweiten Preußen Münster weiter.

Eintracht-Anhänger stürmen in den Innenraum

Nach dem Schlusspfiff spielten sich vor der Fankurve der Braunschweiger Ultras unschöne Szenen ab. Einige Anhänger stürmten in den Innenraum, beschimpften das Team, das sich auf den Weg in die Kurve gemacht hatte. Die Atmosphäre wurde immer hitziger. Die Ordner konnten zahlreiche aufgebrachte Anhänger, die durch ein nun offenes Tor in den Innenraum kamen, nicht mehr halten. Erst als die Polizei anrückte, zogen sich die Krawallmacher wieder auf die Rängen zurück.

Uerdingen nutzt zwei “Löwen”-Geschenke

15.Spieltag, 10.11.2018 14:00 Uhr

Gegen Uerdingen kamen die Braunschweiger nach einer zerfahrenen Anfangsphase gut in die Partie. Die Gastgeber investierten mehr und hätten durch Onur Bulut (10.) in Führung gehen können. Doch Uerdingens Schlussmann René Vollath parierte den Schuss aus kurzer Distanz. Der KFC hielt sich offensiv vornehm zurück und ging trotzdem mit einer 2:0-Führung in die Pause – weil die Eintracht Geschenke verteilte. Beim ersten Treffer ließen die Niedersachsen Christian Dorda auf der linken Seite einfach durchlaufen. Der Linksfuß traf aus 20 Metern ins lange Eck (34.). Das 2:0 (41.) resultierte aus einem katastrophalen Fehlpass von Eintracht-Kapitän Felix Burmeister. Ali Ibrahimaj nahm das Geschenk dankend an, tunnelte zu allem Überfluss noch Braunschweigs Keeper Lukas Kruse. Bitterer hätte es für die “Löwen” nicht laufen können.

Hofmann versagen vom Punkt die Nerven

Die zweite Hälfte gab lange Zeit keinen Anlass für Hoffnung in den Braunschweiger Reihen. Offensiv brachte die Elf von Trainer André Schubert kaum etwas zustande. Dann half Schiedsrichter Tobias Fritsch. Nach einem Rempler von Dorda gegen Philipp Hofmann, der theatralisch abhob, zeigte er etwas überraschend auf den Punkt. Hofmann trat selbst an und schoss den Ball viel zu schwach in die Mitte. Vollath konnte leicht parieren (71.). Nur drei Minuten später zeigte Fritsch David Sauerland für einen Schubser gegen Tanju Öztürk die Rote Karte. Gelb hätte es auch getan.

Nyman-Comeback verpufft

Das ohnehin schon angeknackste Selbstvertrauen der Braunschweiger war nun vollkommen weg. Auch der zuvor eingewechselte Christoffer Nyman (66. für Bulut) konnte bei seinem Comeback nach monatelanger Verletzungspause keine Impulse setzen. Der Angreifer hatte zuletzt im vergangenen März in der Zweiten Liga für die Eintracht auf dem Platz gestanden und mit einem Tor den 3:2-Sieg gegen Duisburg eingeleitet. Es war der letzte “Dreier” der “Löwen” in der zweiten Bundesliga vor dem Abstieg. Nach der neuerlichen Niederlage gegen Uerdingen befindet sich Braunschweig auf dem Weg zum nächsten.

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