Dynamites-Sieg gegen den Aufsteiger Gedern ist Pflicht

MAINZ – Fünf Tage lang durften die Zweitliga-Handballerinnen des FSV Mainz 05 durchschnaufen, ein erweitertes Wochenende einfach mal die Füße hochlegen und die Seele baumeln lassen, bevor am vergangenen Montag das Training wieder aufgenommen wurde. Möglich machte es die Liga-Pause, die wegen des DHB-Pokals eingelegt wurde. „Mir hat die Pause auch gut getan“, sagt „Dynamites“-Trainer Thomas Zeitz. „Ob sie den Mädels gut getan hat, werden wir am Samstag so gegen 20.30 Uhr sehen.“ Dann wird die Partie gegen Aufsteiger HSG Geddern/Nidda, die um 19 Uhr in der Stresemann-Schule angepfiffen wird, Geschichte sein – und die Dynamites werden wissen, ob sie mit dem dritten Sieg in Serie den vierten Tabellenplatz gefestigt haben. „Bei allem Respekt vor Gedern. Aber ich erwarte schon, dass wir dieses Spiel gewinnen. Das muss nicht glanzvoll sein. Es sollte aber schon eine klare Angelegenheit werden“, unterstreicht Thomas Zeitz.

Ausreden gibt es für den 44-Jährigen keine – auch nicht die neuen personellen Probleme. Nachdem mit der frisch operierten Alexandra Tinti schon die eine Kreisläuferin längerfristig ausfallen wird, kommt auch Janka Bauer aktuell nicht so richtig auf die Füße. Bereits zum dritten Mal in wenigen Wochen schlägt sich die Kapitänin mit einem grippalen Effekt herum. „Wir lassen sie jetzt einfach mal komplett durchleuchten. Und wenn es am Samstag gar nicht geht, dann geht es eben nicht“, will Zeitz bei der 24-Jährigen keinerlei Risiko eingehen. Auch wenn dann am Kreis ein Vakuum entsteht. Eine gelernte Kreisläuferin steht nämlich nicht mehr im Kader.

„Wir haben trotzdem mehrere Optionen“, weiß Zeitz – und zählt auf: „Paulina Golla, Denise Großheim, Alicia Soffel, Larissa Platen und auch Katrin Feldmann können da spielen. Ich denke mal, es wird auf ein Jobsharing hinauslaufen.“ Und zumindest eine der Genannten hätte sogar richtig Bock darauf: „Ich spiele das eigentlich ganz gerne“, sagt die 17-jährige Golla, die als klassische Rückraum-Mitte-Spielerin in ihrer handballerischen Grundausbildung die Kreisposition ebenfalls kennengelernt hat. Und: „Witzigerweise habe ich das ja auch erst vor ein paar Wochen gespielt.“ Mit Zweitspielrecht ist Golla auch im A-Jugend-Bundesliga-Team des Bundesligisten HSG Bensheim/Auerbach aktiv. Und dort hat sie eben das letzte Spiel in vorderster Front bestritten. „In der Zweiten Liga ist der Anspruch natürlich deutlich höher, aber ich traue mir das dennoch zu“, sagt die Abiturientin, die sich – so oder so – auf den Samstag freut. „Wir werden jetzt bis zum 15. Dezember durchbrummen. Aber nach der Pause ist es auch gut so.“

Auch für die U 16-Europameisterin gilt gegen den Neuling aus Hessen: „Wir müssen im Kopf bereit sein, müssen die Konzentration von Anfang an hochhalten. Dieses Spiel wird zu einer Einstellungsfrage“, weiß die Eltvillerin, die nicht an das Duell in der vergangenen Saison mit dem HC Gröbenzell erinnert werden muss. Der war seinerzeit auch Aufsteiger und bis zum Januar sogar noch ohne Pluspunkt, entführte dann aber beim 31:31 sensationell einen Zähler aus der Stresemann-Schule. „Das sollte uns eine Warnung sein“, sagt Thomas Zeitz: „Und wenn wir vorne dran bleiben wollen, dann darf uns das nicht noch einmal passieren.“

Leave a Reply

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei