Felsenstadt Petra evakuiert – elf Tote

(dpa) Wegen sintflutartiger Regenfälle haben jordanische Sicherheitskräfte die Welterbestätte Petra evakuiert. Mehr als 3500 Touristen hätten die bekannte archäologische Stätte wegen Überschwemmungen verlassen müssen, teilten die Behörden mit. Vorangegangen waren heftige Regenfälle, bei denen laut der staatlichen Nachrichtenagentur vom Samstag mindestens elf Personen in dem arabischen Land getötet wurden.

Aufnahmen von Besuchern in Petra zeigten, wie sich Wassermassen durch die Felsformationen der archäologischen Stätte schoben. Die Touristen brachten sich auf höher gelegenen Felsen vor dem reissenden Strom in Sicherheit. Alle Touren in das Gebiet wurden vorläufig ausgesetzt.

Neben den Todesopfern gab es in verschiedenen Teilen des Landes auch Verletzte. Regierungssprecherin Dschumana Ghuneimat sagte, der Zivilschutz suche nach Vermissten. Auch eine wichtige Überlandstrasse wurde geschlossen. Anwohner betroffener Gebiete sollten nahe gelegene Schulen aufsuchen, in denen Notunterkünfte eingerichtet wurden. Bereits vergangene Woche kamen mindestens 21 Menschen bei Überschwemmungen ums Leben. Zwei Minister traten daraufhin zurück.

Die im Süden des arabischen Landes gelegene Felsenstadt Petra ist eine der grössten Sehenswürdigkeiten des Nahen Ostens und seit 1985 Unesco-Weltkulturerbe. Gegründet von den Nabatäern, einem arabischen Nomadenvolk, war Petra bis zur Eroberung durch die Römer 106 nach Christus Hauptstadt des Nabatäerreiches und ein Knotenpunkt für den Karawanenhandel von Saudi-Arabien nach Syrien. Berühmt sind vor allem die in die Felswände gemeisselten 600 Grabanlagen.

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