Handelsketten wollen einheitliche Kennzeichnung für Fleisch

Wer im Supermarkt Fleisch kauft, fragt sie häufig, woher es stammt und wie das Tier gehalten wurde. Eine Antwort darauf wollen die großen deutschen Supermarktketten einem Bericht zufolge erleichtern. Demnach arbeiten sie zurzeit an einer einheitlichen Fleischkennzeichnung.

Ziel soll ein einheitlicher sogenannter Haltungskompass auf den Verpackungen bei Edeka, Rewe, Aldi und Lidl sein, wie die „Neue Osnabrücker Zeitung“ am Samstag unter Berufung auf Branchenkreise berichtete. Discounter Lidl hatte als erstes Unternehmen eine solche Kennzeichnung eingeführt, mehrere Konkurrenten zogen nach. Nun solle der Kompass vereinheitlicht werden.

Im Gespräch sind dem Bericht zufolge vier Stufen, durch die der Verbraucher erkennen soll, wie das Tier gelebt hat: Stufe eins könnte dabei der gesetzliche Standard, Stufe vier Bio-Fleisch sein. Auch das geplante staatliche Tierwohllabel soll demnach in den Kompass integriert werden.

Ein Edeka-Sprecher sagte der Zeitung, sein Verbund sehe das Bedürfnis nach „einer branchenweit einheitlichen Kennzeichnung der Haltungsformen“ bei Schwein, Rind und Huhn. Edeka setze sich „in entsprechenden Gremien für eine solche gemeinsame Lösung ein, mit dem Ziel, den Verbrauchern eine transparente und nachvollziehbare Information am Produkt und an den Frischetheken zu ermöglichen“. Bei Rewe hieß es auf Anfrage der Zeitung, man nehme „am Dialog für eine Branchenlösung“ teil.

Die Gespräche werden dem Bericht zufolge von Handelsunternehmen geführt, die an der privatwirtschaftlichen „Initiative Tierwohl“ beteiligt sind. Diese zahlen in einen Fonds ein, aus dem bessere Haltungsbedingungen in Ställen finanziert werden sollen. 

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