KSC zittert beim SV Meppen einen 3:2-Auswärtserfolg ins Ziel

Am Ende musste der Karlsruher SC mächtig zittern. Beim SV Meppen retteten die Badener nach einem lange Zeit souveränen Auftritt in einer kuriosen Schlussphase noch einen 3:2 (3:0)-Auswärtserfolg über die Ziellinie.

Mit unveränderter Startformation imVergleich zum 2:1-Heimsoeg gegen Würzburg und großem Selbstvertrauen gingen die Badener das Geschehen im Emsland an. Das Geschehen auf dem Rasen entwickelte sich dann auch von Beginn an recht munter, denn auch Meppen versteckte sich keinesfalls. Die Hausherren agierten wie von KSC-Cheftrainer Alois Schwartz prognostiziert, mit Leidenschaft und Laufbereitschaft zu überzeugen – hier hielt der KSC ordentlich dagegen. 

Pourié legt vor, Wanitzek macht’s mit Gefühl, Lorenz schraubt Ergebnis hoch

Dies sorgte allerdings dafür, dass sich beide Teams neutralisierten und lange Zeit offensiv wenig passierte. Doch in der 22. Spielminute schlug der KSC dann  eiskalt zu. Einen Befreiungsschlag von David Pisot leitete Marvin Wanitzek auf Anton Fink weiter. Der hatte den Blick für den freien Marvin Pourié. Der Stürmer hatte keine Probleme, traf per Rechtsschuss mit seinem zehnten Saisontreffer zur 1:0-Führung der Badener. 


Marvin Pourié und Marc Lorenz trafen gegen Meppen beide in der ersten Halbzeit. |

Bild: Tim Carmele | TMC-Fotografie

Nach rund einer halben Stunde zeigte dann Wanitzek wieder einmal, wie viel Gefühl er im Fuß hat. Die Nummer Zehn der Badener verwandelte einen aus 17 Metern direkt auf das Tor geschossenen Freistoß zum 2:0 (30.) und brachte die Gäste damit auf die Siegerstraße. Und der KSC spielte weiter nach vorne, was nur sieben Minuten später zum 3:0 führte. Wieder bewies Fink ein gutes Auge, setzte dieses Mal Marc Lorenz in Szene, der aus dem Lauf heraus aus kurzer Distanz Erik Domaschke keine Chance ließ.

Schreckmoment bei Uphoff kurz vor der Pause

Fünf Minuten vor der Halbzeitpause dann ein Foul mit Folgen: Eigentlich war es eine harmlose Aktion, doch Wanitzek sah die Gelbe Karte – die fünfte in dieser Saison. Damit fehlt der Mittelfeldspieler beim nächsten Heimspiel am 25. November gegen den TSV 1860 München. Dazu sorgte Benjamin Uphoff für einen kleinen Schreckmoment, als er einen Schuss von Granatowski nicht festhalten, den Ball erst beim zweiten Versuch aus der Gefahrenzone schlagen konnte (44.). 

Meppen kam auch hochmotiviert aus der Kabine, versuchte einiges, um vielleicht noch ein kleines “Wunder” herbeizuführen. Mit zunehmender Spielzeit schwand diese Hoffnung allerdings, weil der KSC seine Aufgabe ruhig und souverän löste. Manuel Stiefler hätte in der 61. Spielminute sogar noch den vierten Treffer für die Gäste nachlegen können, scheiterte aus kurzer Distanz aber an Domaschke. In der Folge klärte der Keeper erst gegen Daniel Gordon (68.), kurze Zeit später gegen Pisot (70.). 

Unfassbar: Zwei Gegentreffer innerhalb einer Minute

Rund 20 Minuten vor dem Ende bekam dann auch Uphoff noch einmal die Chance sich gegen Nick Proschwitz auszuzeichnen, ehe Gordon die Situation beim Nachschuss endgültig klärte. Aufregung dann zehn Minuten vor dem Ende, als Marco Thiede der Ball im eigenen Strafraum an den Arm sprang. Meppen nutzte den gegebenen Strafstoß, Proschwitz traf zum 1:3. Unfassbar: Nur 55 Sekunden später legte Marius Kleinsorge aus spitzem Winkel das 2:3 nach – und plötzlich wackelte der Auswärtssieg des KSC nochmals gewaltig!

Am Ende war es eine Zitterpartie, doch die Badener brachten das Ergebnis über die Zeit. Damit geht der KSC mit einem Erfolgserlebnis in die Länderspielpause und ist als aktuell Tabellen-Dritter weiter mittendrin im Rennen um die Aufstiegsplätze. 

Aufstellung Karlsruher SC: Uphoff – Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach – Stiefler (73. Choi), Groiß, Wanitzek, Lorenz – Fink (79. Röser), Pourié (90. Sané).

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