Liebe und Liegestützen: The Black Eyed Peas zünden Hit-Feuerwerk in Hamburg

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Hamburg: Liebe und Liegestützen: The Black Eyed Peas zünden Hit-Feuerwerk in Hamburg
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Acht Jahre Pause.

Man mag es kaum glaube, als Will.I.Am sich am Freitag in Hamburg dafür entschuldigt. Doch genau so lange ist das letzte Album der „Black Eyed Peas“ her. Jetzt sind sie mit neuer Platte, neuer Tour und in neuer Konstellation zurück – und feiern in diesem Monat ganz nebenbei auch noch 20 Jahre Bandgeschichte. Beim Konzert in Hamburg gab’s jede Menge Hits – doch so ganz sprang der Funke nicht über.

Quälend lange lassen die The Black Eyed Peas ihr Publikum am Freitagabend in der Sporthalle warten. Quälend deshalb, weil nach einem Support-Act namens India Love (von der außer ihrem penetrant gewackeltem Hinterteil nicht viel in Erinnerung bleibt) fast eine Stunde lang Knarz-Beschallung herrscht: Als würde jemand mit krummen Hörgängen und kaputter Plattennadel eine Skrillex-Platte malträtieren. Wer auch immer die Pausenmusik ausgesucht hat: keine gute Idee.

Fergies Ausstieg merkt man kaum

Nun denn, schließlich tauchen dann doch noch die Hauptakteure des Abends auf. Ein wenig erwartbar ist der Opener ihrer Show: „Let’s get it started“. Danach folgt direkt die ganze Palette an Synthie-Hits vom „The E.N.D“-Album: „Imma Be“ „Rock That Body“ und „Boom Boom Pow“ . Dass Bandmitglied Fergie kürzlich ausgestiegen ist, merkt man bisher nicht – ihre Stimme, bei genannten Songs ohnehin bis zur Unkenntlichkeit verzerrt, kommt vom Band.

Die Stimmung ist gut, die Peas kommen vor der futuristisch leuchtenden, mehrstufigen Pyramide auf der Bühne schön zur Geltung: mal angestrahlt, mal als schwarze Umrisse. Zwischendurch lässt Will.I.Am eine Schimpftirade auf seinen Körper los, der ihn ausgerechnet jetzt mit einer Krankheit konfrontiert. Aber „Scheiß drauf!“, gefeiert wird trotzdem. Dazu kommt eine vierte Gestalt auf die Bühne: Jessica Reynoso, Teilnehmerin bei „The Voice Philippines“ (wo Will.I.Am in der Jury saß), übernimmt bei „Shut Up“ und „Pump It“ den alten Fergie-Part.

Taboo berichtet von seiner Krebs-Erkrankung

Nachdem die erste Hit-Runde abgefeuert ist, werden die Songs der neuen Platte „Masters oft he Sun“ gespielt. Endlich, möchte man fast sagen – sind die Peas doch auf Tour, um selbiges zu promoten. „Dopeness“, „Ring the Alarm“ und „Big Love“ klingen dann auch ganz gefällig, lösen aber keine Begeisterungsstürme aus.

Was hängenbleibt, sind andere Szenen: Taboo, der etwa auf halber Strecke des Konzerts von seiner Krebserkrankung erzählt. Mit ehrlichen Tränen in den Augen berichtet er von der Diagnose: „Im einen Moment stehst du auf der Bühne, und im nächsten sagt man dir: ‚Du hast Krebs.‘“ Umso dankbarer sei er, dass an diesem Abend in Hamburg „das machen darf, was mir am meisten Spaß macht.“

Auch Will.I.Am hat ein kurzes Solo-Intermezzo: Zu „That Power“ macht er Squats, Ausfallschritte und Liegestütze auf der Bühne. Krank? Ach was! Man fragt sich unwillkürlich: Macht der Mann auch in seiner Freizeit zu seiner eigenen Musik Sport?

„Where Is The Love“: Seit 2003 aktuell

Zum Schluss gibt’s dann nochmal 2000er Hits: „Don’t Stop the Party“ und „The Time“ sorgen für gute Laune. Bei „Where Is The Love“ zeigt Reynoso, wie schön und klar ihre Stimme klingt – eine gute Wahl! Und eine wichtige Botschaft, die (leider) immer noch so aktuell ist wie 2003. Mit „I Gotta Feeling“ als Quasi-Zugabe (eine echte gibt es nicht) verabschieden sich die „Peas“ nach gut eineinhalb Stunden dann auch schon.

Spaß hatten die Zuschauer mit Sicherheit – genug Hits gab’s ja. Aber irgendwie wirkte das alles ziemlich austauschbar. Schade.

Dieser Artikel wurde verfasst von Miriam Khan

*Der Beitrag “Liebe und Liegestützen: The Black Eyed Peas zünden Hit-Feuerwerk in Hamburg” stammt von Mopo. Es gibt keine redaktionelle Prüfung durch FOCUS Online. Kontakt zum Verantwortlichen hier.

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