Mehr als 500 Anträge auf Dürrehilfe von Bayerns Bauern

Nach dem trockenen Sommer haben bisher mehr als 500 bayerische Landwirte Dürrehilfe des Freistaats beantragt. Bauern, die wegen der Trockenheit Futter für ihre Tiere zukaufen mussten, erhalten bis zu 50.000 Euro aus dem Hilfsprogramm, wie ein Sprecher des bayerischen Landwirtschaftsministeriums mitteilte. Insgesamt stehen rund 20 Millionen Euro zur Verfügung.

Dürrehilfen sollen noch dieses Jahr ausgezahlt werden

Seit Anfang Oktober können Bauern ihre Forderungen einreichen. Bis Mitte der Woche seien 536 eingegangen, sagte der Sprecher. Noch bis 15. November werden Anträge entgegengenommen. Bezuschusst werden den Angaben zufolge bis zu 50 Prozent der ab 1. August 2018 angefallenen Nettoausgaben für den Zukauf von Futtermitteln. Die Auszahlung soll laut Ministerium noch in diesem Jahr erfolgen.

Betriebe aus dem Süden müssen Rückgang nachweisen

Geschädigte Betriebe in den Landkreisen Dillingen an der Donau, Donau-Ries, Neuburg-Schrobenhausen, Pfaffenhofen an der Ilm, Freising, Erding, Mühldorf am Inn, Altötting und nördlich dieser Landkreise müssen zusammen mit dem Antrag die Rechnungsbelege und Zahlungsnachweise einreichen. Der Rückgang des Naturalertrags um mindestens 30 Prozent gilt hier als erbracht. Betriebe aus dem südlichen Teil Bayerns können ebenfalls Hilfsgelder erhalten, sie müssen allerdings den Ertragsrückgang jeweils nachweisen.

Hilfsprogramm für existenzgefährdete Betriebe

Neben der “Bayerischen Dürrebeihilfe 2018” für Futterbaubetriebe gibt es auch ein von Bund und Ländern zu gleichen Teilen finanziertes Hilfsprogramm für existenzgefährdete Betriebe. Erst im Oktober hatte der Deutsche Bauernverband (DBV) die Umsetzung der zwischen Bund und Ländern beschlossenen Dürrehilfen kritisiert. “Das Verfahren überfordert die Landwirte und dauert zu lange”, erklärte DBV-Präsident Joachim Rukwied damals.

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hatte den Bauern im August Hilfen von Bund und Ländern in Höhe von insgesamt 340 Millionen Euro zugesagt und die Dürreperiode als “Witterungsereignis nationalen Ausmaßes” eingestuft. Die Bauern in Deutschland hatten aufgrund zu geringer Regenfälle und hoher Temperaturen die schlechteste Ernte seit Jahren eingefahren.

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