Mindestens zwölf Tote bei Überflutungen in Jordanien

Bei schweren Überschwemmungen nach heftigen Regenfällen in Jordanien sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Betroffen war auch die antike Felsenstadt Petra, dort mussten nach Angaben des Zivilschutzes mehr als 3700 Touristen vor einer Sturzflut in Sicherheit gebracht werden. In Teilen des berühmten Unesco-Welterbes und seiner Umgebung stand das Wasser bis zu vier Meter hoch, wie das Staatsfernsehen am Samstag berichtete.

Die Unwetter trafen am Freitag vor allem den Süden des Landes. Fünf Tote gab es in Madaba, drei Menschen starben in Dabaa südlich von Amman. Ein weiteres Opfer wurde aus Maan gemeldet. Unter den Toten sei auch ein Rettungshelfer, sagte ein Sprecher des Zivilschutzes.

In Madaba suchten die Rettungskräfte nach zwei Mädchen, die vermutlich von den Fluten mitgerissen wurden, sagte ein Sprecher des Zivilschutzes im Fernsehen. Die Rettungskräfte setzten demnach Hubschrauber und gepanzerte Fahrzeuge ein, um Menschen aus den Wassermassen zu retten und nach Vermissten zu suchen.

Nach heftigen Regenfällen in Dabaa wurde die Autobahn, die durch die Wüste in den Süden des Landes führt, in beide Richtungen gesperrt. Das Bildungsministerium ordnete für Samstag die Schließung aller Schulen an.

Die Stadt Petra vor den Überflutungen


Erst vor etwa zwei Wochen waren bei schweren Unwettern im Westen Jordaniens 21 Menschen ums Leben gekommen, darunter zahlreiche Schüler, die auf der Rückfahrt von einem Ausflug in die Urlauberregion am Toten Meer gewesen waren. Die Wassermassen rissen ihren Schulbus sowie mehrere Spaziergänger mit sich. Nach der Katastrophe waren der Bildungs- und der Tourismusminister zurückgetreten.

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