Rugby-Team kämpft um WM-Teilnahme




Marseille

Deutschlands Rugby-Nationalspieler haben einen Traum – den Traum von einem Duell mit Neuseelands legendären „All Blacks“. Auf der großen Bühne der Weltmeisterschaft 2019, vor ausverkauftem Haus und einem Millionenpublikum an den Fernsehgeräten weltweit. Es ist ein Traum, der schon bald Realität werden könnte. Beim sogenannten Repechage-Turnier in Marseille kämpft Deutschland ab diesem Sonntag um das letzte WM-Ticket und ist dabei keineswegs chancenlos.





Gegen Hongkong bestreitet die Auswahl des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV), seit Kurzem mit dem Spitznamen „Schwarze Adler“ bedacht, an diesem Sonntag (16 Uhr/Pro Sieben Maxx) ihr Auftaktmatch bei dem Viererturnier. Bis zum 23. November folgen noch Duelle mit Kanada und Kenia. Der Turniersieger darf bei der WM-Endrunde 2019 in Japan in der Vorrundengruppe B antreten und sich dort eben unter anderem mit dem Titelverteidiger Neuseeland und dem zweimaligen Weltmeister Südafrika messen.


Diese in der Geschichte des deutschen Rugbys bislang einmalige Gelegenheit schürt eine nie dagewesene Euphorie im Team. „Es geht darum, Geschichte zu schreiben“, sagt beispielsweise Erste-Reihe-Stürmer Samy Füchsel.


Um die Chance ergreifen zu können, wurde vom Verband „getan, was in unserer Macht steht“, wie DRV-Sportdirektor Manuel Wilhelm sagte. So verpflichtete man mehrere hochkarätige Fachleute aus dem Ausland für das nunmehr 15-köpfige Trainerteam, engagierte einen Mentalcoach und entsandte Spieler zu Lehrgängen bei internationalen Spitzenteams. „Wir werden das hungrigste Team sein. Und das am besten vorbereitete“, versprach der neue Cheftrainer Mike Ford.


Im Sommer hatte Deutschland in einem Playoff-Spiel gegen Samoa eine erste Chance zur WM-Qualifikation, jedoch erwartungsgemäß klar verloren. Diesmal sind die Aussichten aber ungleich besser. Zwar ist Kanada, bislang bei jeder WM-Endrunde dabei, der klare Favorit, doch Deutschland gilt mindestens als Geheimtipp.





















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