Schottland führt LGBTI-Schulunterricht ein

LGBT-Flagge

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AP Photo / Esteban Felix

Nach Angaben der britischen Zeitung „The Guardian“ ist Schottland das erste Land weltweit, das den Unterricht in „Recht von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern und Intersexuellen“ in den schulischen Lehrplan einbindet.

Britische Gleichstellungsbeauftragte feiern den neuen Lehrplan als „monumentalen Sieg“.

Demnach sollen die staatlichen Schulen ihre Schüler über die Geschichte die LGBTI-Gleichstellung und- Bewegungen, über den Kampf gegen Homophobie und Transphobie sowie über die Erforschung der LGBTI-Identität unterrichten.

Dieses Gesetz soll das Ministerium unter Hinweis auf die Empfehlungen einer Arbeitsgruppe unter der Leitung der Kampagne „Zeit für integrative Bildung“ („Time for Inclusive Education“, TIE) angenommen haben, hieß es in der Mitteilung.

Es werde keine Freistellungen oder Ausnahmen bei der Umsetzung dieser „politischen Weltneuheit“ geben, berichtet „The Guardian“.

„Dies ist ein monumentaler Sieg für unsere Kampagne und ein historischer Moment für unser Land. Die Einbindung der LGBTI-Problematik in den Unterricht aller staatlichen Schulen ist eine Weltneuheit. In einer Zeit der globalen Unsicherheit sendet dies eine starke und klare Botschaft an die jungen Menschen der LGBTI-Bewegung darüber, dass sie hier in Schottland geschätzt werden“, erklärte der Begründer von „TIE“ Jordan Daly.

„Schottland gilt bereits als eines der fortschrittlichsten Länder Europas in Bezug auf die LGBTI-Gleichstellung. Ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass wir das erste Land der Welt sein werden, das die LGBTI-Problematik in den Lehrplan integriert hat“, sagte der schottische Bildungsminister John Swinney.

Schottland wurde regelmäßig als eines der führenden europäischen Länder bezüglich des rechtlichen Schutzes von sexuellen Minderheiten eingestuft.

2016 bezeichnete die damalige Parteivorsitzende der schottischen Labour-Partei, Kezia Dugdale, Schottland als das Land mit dem „schwulsten Parlament der Welt“. Vier der sechs Parteichefs Schottlands — Kezia Dugdale, Ruth Davidson von den Konservativen, David Coburn von der Ukip und Patrick Harvie von den Grünen – galten als lesbisch, schwul oder bisexuell.

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