Tausende Demonstranten, Hunderte Polizisten


Umfangreiche Verkehrseinschränkungen wegen einer Demonstration der AfD und Gegendemonstranten in Greifswald

Trotz mehrerer Sitzblockaden und verbaler Provokationen von Gegendemonstranten: Zur Stunde ziehen noch immer Demonstranten, die einem Aufruf der AfD gefolgt waren, durch die Greifswalder Innenstadt. Durch die Blockaden muss derzeit zum zweiten Mal der ursprüngliche Demonstrationsverlauf geändert und umgeleitet werden. In der Universitätsstadt kommt es deshalb bis voraussichtlich 20 Uhr zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen. Manche Straßen sind komplett gesperrt. Insgesamt blieb die Lage aber friedlich. Ausschreitungen oder Übergriffe wurden nicht gemeldet.

Noch gestern ging die Polizei von mehreren tausend Gegendemonstranten aus, die sich am Protest in der Innenstadt von Greifswald beteiligen könnten. Bislang konnten etwa 1500 Demonstranten und Gegendemonstranten gezählt werden. Verlässliche Zahlen stehen bislang jedoch aus. Der Grund: Die Lage ist unübersichtlich. Demonstrierende seien sehr mobil und “wandern von Mahnwache zu Mahnwache”, wie die Polizei auf Nachfrage mitteilte.

 

Hintergrund der Veranstaltungen ist ein Aufruf der AfD gegen einen Beitritt Deutschlands in den UN-Migrationspakt. Deswegen hatte die Partei zu einer Demonstration “Nein zum globalen Migrationspakt” aufgerufen, die 16 Uhr an der Greifswalder Europakreuzung stattfinden soll. Teilnehmen soll unter anderem die AfD-Referentin und ehemalige Muslima Leyla Bilge. Fünf Gegenveranstaltungen sollten bereits ab 14 Uhr für ein weltoffenes Greifswald eintreten.

Die Landespolizei MV ist mit einer Stärke von etwa 400 Polizisten im Einsatz und begleitet die Demonstrationen vor Ort.




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