Zverev fit für die ATP-Finals

Stand: 09.11.2018 18:11 Uhr

Zum zweiten Mal ist Alexander Zverev beim Saisonfinale der besten acht Tennisspieler der Welt dabei. Der 21-jährige Hamburger spielt kommende Woche in London um Punkte, Prestige und viel Geld. In der Gruppenphase trifft er in seinem Auftaktspiel am Montag (15 Uhr) auf den Kroaten Marin Cilic. Weitere Gegner sind John Isner aus den USA und der wieder zur Nummer eins aufgestiegene Serbe Novak Djokovic. In der anderen Gruppe ermitteln Roger Federer, Dominic Thiem, Kei Nishikori und Kevin Anderson die Halbfinalisten für den 17. November. Das Finale findet dann am 18. November statt.

Alexander Zverev: Deutschlands Bester aus Hamburg

Schulterprobleme auskuriert

Am Ende einer langen Saison klagte Deutschlands Nummer eins zuletzt über Schulterprobleme und Schmerzen am Schlagarm. Doch nach kurzer Ruhepause gab er am Freitag Entwarnung – genau rechtzeitig vor dem Start in die ATP Finals. “Ich fühle mich deutlich besser und bin bereit wieder loszulegen”, sagte Zverev. Der 21-Jährige will noch einmal alle Reserven seines Körpers mobilisieren. Denn er weiß, dass sein Abschneiden bei der inoffiziellen Tennis-WM auch darüber entscheiden wird, wie seine Saison 2018 am Ende bewertet wird. “Es gibt keine lange Anlaufphase. Wer hier Zeit benötigt, ist schnell raus”, sagte der Weltranglisten-Fünfte kürzlich dem “Tennismagazin” – und kündigte dezent optimistisch an: “Ich möchte einfach noch mal gutes Tennis zeigen, und wenn ich gut spiele, dann ist alles möglich.”

Erwartungsdruck belastet Zverev nicht

Zverev geht inzwischen gelassen mit den ständigen Fragen nach seinem noch ausstehenden Durchbruch auf Grand-Slam-Ebene und den hohen Erwartungen in seinem Geburtsland um. “Das hat damit zu tun, dass wir in Deutschland unglaubliche Tennisspieler hatten. Boris Becker hat viel gewonnen. Steffi Graf hat alles gewonnen. Deswegen schaut man in Deutschland mehr auf die Grand Slams und die Nummer 1 der Welt”, erklärte der Hamburger. “Da vergisst man schnell, dass ich erst 21 Jahre alt bin und noch viel vor mir habe.” Die laufende Saison bewertete er trotz seiner frühen Niederlagen bei den Grand-Slams positiv: “2018 ist mein bislang bestes Jahr”. In der Tat: Zverev gewann drei Titel und erreichte fünfmal das Halbfinale bei Masters-Turnieren.

“Lendl-Effekt” schon zu sehen?

Im vergangenen Jahr kam er bei den ATP-Finals in London nicht über die Vorrunde hinaus. “Hoffentlich läuft es dieses Jahr anders”, sagte Zverev. Auch deshalb hat sich der Youngster den erfahrenen Ivan Lendl in sein Trainerteam geholt, der schon aus dem Briten Andy Murray einen Siegertypen gemacht hat. Wann der Lendl-Effekt bei ihm eintritt? “Ich hoffe, das sieht man schon jetzt”, sagte Zverev, dämpfte aber zugleich die Erwartungen. “Man hofft immer, dass es so schnell wie möglich geht, aber der wirklich große Effekt kommt wahrscheinlich erst im nächsten Sommer. Dann seht ihr Unterschiede in meinem Spiel.”

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Sportreport |
11.11.2018 | 18:05 Uhr

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