Mittelstädt über Gelb-Rote Karte: "In meinen Augen ein Witz"

10.11.2018, 21:25





Hertha BSC findet in der Bundesliga einfach nicht zurück in die Erfolgsspur: Nach dem 1:4 in Düsseldorf wurde speziell über die Ampelkarte für Maximilian Mittelstädt gesprochen. Der Verteidiger selbst war in der Mixed Zone erzürnt über die Entscheidung.

Er konnte die Ampelkarte nicht nachvollziehen: Hertha-Verteidiger Maximilian Mittelstädt.

Die Hertha blieb am Samstagnachmittag auch fünften Bundesligaspiel in Folge ohne Sieg. Bei Aufsteiger Düsseldorf setzte es ein 1:4. Dabei hatte es gar nicht so schlecht angefangen. “Wir sind gut reingekommen, hatten ein paar Chancen. Wenn wir die machen, dann läuft es gut”, erklärte Mittelstädt nach Schlusspfiff in der Mixed Zone. Ondrej Duda hatte nach 16 Minuten die dickste Führungschance auf dem Fuß.

Doch dann kam die 41. Spielminute, in der der bereits Gelb-vorbelastete Mittelstädt Gegenspieler Jean Zimmer unnötig stoppte. Referee Robert Hartmann sah sich gezwungen, die Ampelkarte zu zücken. “In meinen Augen ist die Rote Karte ein Witz”, zeigte sich Berlins Verteidiger erobst: “Das muss jeder selber wissen. Ich begleite ihn da, vielleicht habe ich den Arm ein bisschen dabei. Wenn man dafür eine Gelbe gibt, dann muss der in dem Spiel 25 Gelbe und fünf Rote Karten geben.”

Mittelstädt wusste nicht mehr so recht, was er dazu sagen solle. “Da fehlen mir ein bisschen die Worte”, so der 21-Jährige. Auch der Gegner wusste um die Bedeutung der Hinausstellung. Verteidiger-Kollege Karim Rekik richtete ebenfalls ein paar Worte in Richtung Mittelstädt: “Maxi ist ein junger Spieler und er muss lernen, wie man spielt, wenn man schon eine Gelbe Karte gesehen hat. Ich finde aber nicht, dass man für das zweite Foul eine Karte geben muss. Es war in Düsseldorfs Hälfte. Der Platzverweis hat das Spiel kippen lassen.”

Dardai kommt die Länderspielpause recht – Sorgen um Stark

Dardai sprach nach der Partie über “Naivität” bei Mittelstädt. “Die unnötige Rote Karte, das muss ich noch verarbeiten”, so Berlins Trainer am “Sky”-Mikrofon, der eine ordentliche erste Hälfte gesehen hatte. “Die linke Seite hat ein wenig versagt in der zweiten Halbzeit. Wir haben gesehen, dass wir noch nicht so weit sind, über 45 Minuten in Unterzahl zu spielen. Die zweite Halbzeit in Unterzahl war viel zu dünn.”

Die Länderspielpause komme Dardai “dieses Mal” ganz recht. Ähnlich geht es wohl Innenverteidiger Niklas Stark, der nach nur 25 Minuten angeschlagen ausgewechselt werden musste. Der ehemalige Nürnberger hatte nach eigener Aussage wieder Probleme mit dem rechten Fuß. “Wir können jetzt noch nicht viel dazu sagen”, so Stark: “Es ist aber wieder der Mittelfuß – wahrscheinlich wieder eine Dehnung.” Nach der spielfreien Woche geht es für Berlin am 24. November mit dem Heimspiel gegen Hoffenheim weiter.

msc/str

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