Ausschreitungen vor dem Spiel KFC Uerdingen gegen Hansa Rostock in Duisburg

Eineinhalb Stunden vor dem Anpfiff der Drittliga-Partie KFC Uerdingen gegen Hansa Rostock prügelten sich 160 Anhänger beider Vereine vor dem Stadion in Duisburg. Die Rostocker waren am Stadion mit ihren Bussen falsch abgebogen und so in den Bereich der Heimfans geraten, sagte ein Sprecher der Duisburger Polizei. Als die etwa 80 Rostocker die KFC- Anhänger sahen, seien sie aus den Bussen ausgestiegen und hätten eine Schlägerei begonnen.

Das ohnehin massive Polizeiaufgebot, das vor Ort war, schritt ein. Die Polizei trennte die Fangruppen durch den Einsatz von Reizgas voneinander. Dabei wurden mehrere Personen leicht verletzt.

Festnahmen habe es keine gegeben, sagte der Polizeisprecher. Allerdings seien 60 Rostock-Fans nicht bereit gewesen, ihre Personalien anzugeben. „Die schauen das Spiel jetzt nicht, sondern diskutieren mit den Polizisten“, sagte der Sprecher. Sie wurden zum Polizeipräsidium gebracht. Mehrere hundert Fans wollten daraufhin das Stadion verlassen, um ihren Freunden zur Hilfe zu eilen. Gegen die Beteiligten der Schlägerei werden Verfahren wegen schweren Landfriedensbruchs eingeleitet.

Nach Anpfiff der Partie zertrümmerten Hansa-Fans zudem zwei Mülleimer im Toilettenbereich.

Es ist nicht das erste Mal, dass ein Teil der Fans aus Rostock unangenehm auffällt. Daher wurden die Anhänger des KFC Uerdingen schon im Vorfeld der Partie gebeten, anders als sonst mit dem Auto anzureisen, da es am Duisburger Hauptbahnhof „zu erheblichen Verzögerungen“ kommen könne. Über 1100 Fans waren aus Rostock angereist.