Das Wichtigste zum Eintracht-Spiel in Berlin

Eintracht Frankfurt bestreitet am Samstagabend bei Hertha BSC das Topspiel des 14. Spieltags. Auch ohne ellenlange Serie ohne Niederlage werden die Hessen als Favorit gehandelt.

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Die Frankfurter Eintracht tritt am Samstag (18.30 Uhr) bei Hertha BSC an. Für die Hessen ist das Auswärtsspiel im Berliner Olmypiastadion auch die Rückkehr an den Ort des Pokaltriumphes im Mai dieses Jahres.

Die Ausgangslage

… ist aus Frankfurter Sicht eine andere als in den zurückliegenden Wochen und Monaten. Das 1:2 am vergangenen Spieltag gegen den VfL Wolfsburg war die erste Niederlage seit Ende September. Dazwischen lagen elf Spiele ohne eine einzige Pleite in Folge, zehn davon hatten die Hessen sogar gewinnen können. In Berlin wollen sie nun beweisen, dass es sich bei der Heimpleite gegen die Niedersachsen um einen Ausrutscher handelte – und eine Reaktion zeigen.

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Das Topspiel der Eintracht in Berlin ist auch Thema in den heimspiel!-Sendungen des hr-fernsehens: Samstag ab 17.15 Uhr, Sonntag ab 22.05 Uhr und Montag ab 23.15 Uhr.

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Auch bei den Hauptstädtern endete am vergangenen Spieltag eine Serie, allerdings in die andere Richtung. Bis zum 2:0 bei Hannover 96 war die Hertha sechs Ligaspiele lang ohne einen Sieg geblieben. Mit einem weiteren Erfolg kann Berlin (20 Punkte) zum Tabellenfünften Frankfurt (23) aufschließen.

Das Personal

Bei der Eintracht steht Abwehrspieler Carlos Salcedo nach mehrmonatiger Verletzungspause (Syndesmose) möglicherweise vor seiner Rückkehr in die Startelf. Der Mexikaner ist seit drei Wochen zurück im Training und mache sich von Tag zu Tag besser, schilderte Adi Hütter seine Eindrücke. Mit Ausnahme von Kapitän David Abraham kann der Coach personell aus dem Vollen schöpfen.  


Mögliche SGE-Aufstellung in Berlin
Bild © hessenschau.de

Hertha-Coach Pál Dárdai wird wohl wieder auf die Doppelspitze Vedad Ibisevic und Davie Selke setzen. Auf den niederländischen Verteidiger Derrick Luckassen (Sprunggelenks-Blessur) muss der Coach höchstwahrscheinlich verzichten. Dessen Landsmann Javairo Dilrosun (Muskelfaserriss) steht definitiv nicht zur Verfügung. Auch die Abwehrspieler Niklas Stark (Fußverletzung) und Karim Rekik (Oberschenkel-Verletzung) fehlen.

So könnte Berlin spielen: Jarstein – Lazaro, Lustenberger, Torunarigha, Plattenhardt – Grujic, Maier – Leckie, Kalou – Selke, Ibisevic

Das sagen die Trainer

Adi Hütter (Eintracht Frankfurt): “Hertha ist eine gute Mannschaft, die mit dem letzten Auswärtssieg Selbstvertrauen getankt hat. Uns erwartet ein schweres Auswärtsspiel. Es geht mir aber auch um unsere Mannschaft. Auf die Niederlage am vergangenen Wochenende wollen wir eine Reaktion zeigen. Wir wollen in die Spur zurück, in der wir waren. Dafür bedarf es ab der ersten Minute einer Top-Leistung.”

Pál Dárdai (Hertha BSC): “Jetzt geht es gegen eine Top-Mannschaft. Wenn wir oben mitspielen wollen, brauchen wir einen Sieg. Spiele gegen Frankfurt sind immer anspruchsvoll. Wenn man die Saison als Ganzes sieht, ist die Eintracht sicherlich der Favorit, sie sind das Überraschungsteam der Saison. Aber wir sind heimstark und wollen das wieder unter Beweis stellen. Wir haben Respekt, aber keine Angst.”

Auf diese Spieler gilt es zu achten

Schafft Carlos Salcedo den Sprung in die Startelf? Der lange verletzte Verteidiger stand beim 1:2 gegen Wolfsburg erstmals wieder im Kader, blieb aber ohne Einsatz und könnte in Berlin den zuletzt schwächelnden Marco Russ ersetzen. Auf der linken Außenbahn gilt Filip Kostic weiterhin als gesetzt. Der Serbe war gegen den VfL nicht nur in den Augen seines Trainers einer der besten Frankfurter.

Apropos Trainer: Hält Hertha-Coach Dárdai an seiner zuletzt erfolgreichen Zwei-Angreifer-Taktik fest, sollte die Eintracht beide Berliner Stürmer unbedingt im Auge behalten. Im Training am Donnerstag ließ er über weite Strecken wieder die Variante mit Kapitän Ibisevic und Selke als Doppelspitze üben. Hintergrund: In den letzten vier Spielen bis zur Winterpause will Dárdai mehr Risiko gehen.

Statistik des Spiels

Hertha hat eine gute Heimbilanz (3-2-1). Die Frankfurter sind auswärts mit vier Siegen, einem Remis und zwei Niederlagen hinter dem FC Bayern und Dortmund das drittbeste Bundesliga-Team. Besonders: Berlin hat gegen keinen aktuellen Erstligisten eine so gute Bilanz wie gegen Frankfurt: 28 Siegen stehen in 60 Duellen 16 Niederlagen gegenüber. Zudem schoss die Hertha gegen Eintracht 108 Bundesliga-Tore – so viele wie gegen keinen anderen Gegner.