Fürth kassiert ein 0:5 gegen Aue

Fürth kassiert ein 0:5 gegen Aue

Der Fürther Fabian Reese steht nach dem Abpfiff gegen Aue auf dem Platz.

(Foto: dpa)

In der zweiten Liga werden die Franken zu Hause gedemütigt. 160 Fans prügeln sich beim Drittliga-Spiel Uerdingen gegen Rostock. PSG dementiert Berichte über einen angeblich bevorstehenden Verkauf von Neymar und Mbappé.

Fußball, Fürth: Der FC Erzgebirge Aue hat den Abwärtstrend der SpVgg Greuther Fürth in der 2. Fußball-Bundesliga beschleunigt. Die Sachsen fügten den Franken am Samstag die erste Heimniederlage der Saison zu – und das mit einem deftigen 5:0 (1:0). Vor 9305 Zuschauern im Fürther Ronhof sorgten Florian Krüger (28. Minute), Pascal Testroet (47.), Jan Hochscheidt (69.), Emmanuel Iyoha (85.) und Robert Herrmann im zweiten Versuch mit einem Kopfball nach einem zuvor abgewehrten Foulelfmeter (88.). Aue begann überlegen, verzeichnete einige Abschlüsse. Dann mangelte es beiden Teams zunächst an Ideen. Es passte, dass die Gäste nach einem ruhenden Ball in Führung gingen. Eine Ecke von Robert Herrmann landete bei Angreifer Krüger, der aus wenigen Metern erfolgreich war. Beim 0:2 köpfte Testroet den Flankenball nach einer kurz ausgeführten Ecke ins Fürther Gehäuse. Beim dritten Treffer zirkelte Hochscheidt einen Freistoß vom linken Flügel hoch in die lange Ecke. Fürth bewegte nach vorne wenig. In der Endphase brach das Team von Trainer Damir Buric auseinander; Iyoha und Herrmann legten noch zweimal nach.

Fußball, Uerdingen: Bereits vor dem Anpfiff des Fußball-Drittligaspiels KFC Uerdingen gegen FC Hansa Rostock ist es am Samstag vor dem Grotenburg-Stadion zu einer Schlägerei mit etwa 160 Beteiligten gekommen. Ein Bus mit 80 Rostock-Fans sei falsch abgebogen und am Eingang der Krefelder gelandet, sagte ein Sprecher der Polizei. Die beiden Fan-Gruppen gingen direkt aufeinander los und wurden von der Polizei mit dem Einsatz von Reizgas getrennt. Dabei wurden mehrere Personen leicht verletzt. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen schweren Landfriedensbruchs gegen alle Beteiligten ein. Da sich 60 Rostock-Fans weigerten, ihre Personalien anzugeben, wurden sie zum Polizeipräsidium gebracht. Mehrere hundert Fans wollten daraufhin das Stadion verlassen, um ihren Freunden zur Hilfe zu eilen.

Biathlon, Sprint: Biathletin Franziska Preuß hat auch im zweiten Weltcup-Rennen einen Podestplatz nur knapp verpasst. Im Sprint über 7,5 Kilometer leistete sich die 24-Jährige am Samstag in Pokljuka eine Strafrunde und wurde als beste Deutsche Neunte. Am Ende hatte sie 59,9 Sekunden Rückstand auf die überragende Siegerin Kaisa Mäkäräinen aus Finnland, die fehlerfrei geblieben war. Bei einem perfekten Schießen hätte Preuß den Sprung auf Rang drei geschafft. Platz zwei mit einem Rückstand von 14,8 Sekunden sicherte sich die ebenfalls fehlerfreie Italienerin Dorothea Wierer. Ohne Fehlschuss lief die Französin Justine Braisaz auf Position drei (42,1 Sekunden). Für eine große Überraschung sorgte die Weltcup-Debütantin Anna Weidel. Die 22-Jährige wurde nach einer Strafrunde starke Zehnte und geht nun mit einem Rückstand von 1:00,7 Minuten am Sonntag in die Verfolgung. Die angeschlagene Denise Herrmann verpasste als 62. die Qualifikation für den Verfolger. Von den sieben deutschen Starterinnen schaffte es nur noch Vanessa Hinz als 24. in die Top 30.

Ski alpin, Neureuther: Die deutschen Skirennfahrer haben sich beim Riesenslalom von Val d’Isère sehr schwer getan und die Spitzenplätze klar verpasst. Bester Deutscher war unerwartet Alexander Schmid auf Rang 15. Damit erfüllte der 24-Jährige am Samstag die halbe Norm für die WM im Februar. Felix Neureuther kam bei seinem Comeback nach mehr als einem Jahr Weltcup-Pause mit einer Spezialschiene am verletzten Daumen auf Rang 21. Fritz Dopfer wurde beim 60. Weltcup-Sieg von Marcel Hirscher aus Österreich 22. Stefan Luitz verpatzte den zweiten Durchgang und landet mit großem Zeitrückstand auf Platz 30. Tags zuvor waren sein Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln des Skiweltverbands FIS und der drohenden Verlust seines ersten Weltcup-Siegs vom vergangenen Sonntag bekanntgeworden. Hirscher holte seinen Sieg mit 1,18 Sekunden Vorsprung auf Henrik Kristoffersen aus Norwegen und stand zum 17. Mal in Folge bei einem Riesenslalom auf dem Podest. Dritter wurde der Schwede Matts Olsson.

Fußball, PSG: Frankreichs Fußball-Meister Paris Saint-Germain hat neue Spekulationen über einen bevorstehenden Verkauf von Neymar oder Weltmeister Kylian Mbappe zur Verhinderung von Sanktionen wegen Verstößen gegen das Financial Fair Play des Europa-Verbandes Uefa scharf zurückgewiesen. Die französische Fachzeitung hatte zuvor auf ihrer Internetseite und in ihrer Samstag-Ausgabe über entsprechende Informationen berichtet. “L’Equipe wagt zu behaupten, dass PSG kurz davor sei, Kylian Mbappe oder Neymar zu verlieren. PSG dementiert diese völlig abwegigen und lächerlichen Unterstellungen mit größter Entschlossenheit”, teilte der Verein des deutschen Trainers Thomas Tuchel mit. Der vom Emirat Katar kontrollierte Topklub ging zur Unterstreichung seiner Haltung auf Konfrontationskurs zu dem angesehen Blatt: Die Mitteilung ist auf der Vereinshomepage mit überschrieben, während im Text “einmal mehr die geistige Anständigkeit” der Zeitung infrage gestellt und “Hintergedanken” bei der Berichterstattung über PSG unterstellt werden.

PSG steht wegen seines Finanzgebarens seit geraumer Zeit schon unter kritischer Beobachtung. Der Verein, bei dem unter Tuchel auch die deutschen Nationalspieler Julian Draxler und Thilo Kehrer arbeiten, soll bei Financial-Fair-Play-Prüfungen unrealistisch hohe Sponsorenverträge vorgelegt und damit die Legitimierung seiner exorbitanten Transferausgaben wie für Neymar (2017 für 222 Millionen Euro vom FC Barcelona nach Paris) und Mbappe (für 160 Millionen Euro vom AS Monaco verpflichtet) versucht haben. PSG muss nach zwischenzeitlich eingestellten Ermittlungen der UEFA eine Wiederaufnahme von Untersuchungen der Geldflüsse zwischen Katar und dem Klub fürchten. Als Höchststrafe ist der Ausschluss von PSG aus den Europacup-Wettbewerben möglich.

Ski alpin, Rebensburg: Viktoria Rebensburg hat beim Super-G in St. Moritz ihr drittes Top-10-Resultat im WM-Winter eingefahren. Deutschlands beste Skirennfahrerin kam im Engadin am Samstag auf Rang acht. Eine Woche nach ihrem dritten Platz im Super-G von Lake Louise fehlten ihr in der Schweiz 1,16 Sekunden auf die Podestplätze. Damit war die Sportlerin vom SC Kreuth nicht zufrieden. “Es ist für mich etwas schwer zu sagen, was das Problem heute war”, sagte sie der ARD. “Ich habe mich eigentlich gut gefühlt. Ich bin eigentlich gut gestartet, habe aber oben schon sechs Zehntel verloren. Das ist mir ein Rätsel.” Den Sieg holte sich erneut Mikaela Shiffrin aus den USA. Die 23-Jährige war 0,28 Sekunden schneller als Lara Gut-Behrami aus der Schweiz. Rang drei belegte Tina Weirather aus Liechtenstein. “Ich habe das nicht erwartet, aber ich freue mich sehr”, sagte Shiffrin nach dem 47. Weltcup-Sieg ihrer Karriere. Damit steht sie nun alleine auf Rang drei der ewigen Bestenliste bei den Damen.