Neureuther gibt Comeback mit verletztem Daumen


08. Dezember 2018, 14:57 Uhr

Nach mehr als einem Jahr ist Felix Neureuther wieder ein Weltcup-Rennen gefahren. Der Sieg in Val d’Isère ging aber klar an Konkurrent Marcel Hirscher. Stefan Luitz droht eine Strafe für einen Verstoß in Beaver Creek.

Felix Neureuther kam bei seinem Comeback nach mehr als einem Jahr Weltcup-Pause beim Riesenslalom in Val d’Isère auf Rang 21. Er fuhr mit einer Spezialschiene am verletzten Daumen. “Das Comeback-Rennen nach über einem Jahr, auf so einem Hang bei schwierigen äußeren Bedingungen, das war für mich klar, dass das noch nicht so funktioniert”, sagte der 34-Jährige. “Da brauchst du die Selbstverständlichkeit und auch die Kaltschnäuzigkeit und Aggressivität. Die hat bei mir heute gefehlt.”

Marcel Hirscher hat den Riesenslalom im dichten Schneetreiben mit einem Vorsprung von 1,18 Sekunden auf den Norweger Henrik Kristoffersen klar gewonnen. Der Österreicher steht bei seinem 60. Weltcupsieg zum 17. Mal in Folge bei einem Riesenslalom auf dem Podest. Dritter wurde der Schwede Matts Olsson.

Der Überraschungssieger aus der vergangenen Woche, Stefan Luitz, fiel im zweiten Durchgang vom achten auf den 30. Platz zurück. Gleich beim ersten Tor des zweiten Laufs machte er einen Fehler und schied beinahe aus.

Luitz droht Disqualifikation nach Regelverstoß in Beaver Creek

Luitz hat in Beaver Creek das erste Mal in seiner Karriere ein Weltcup-Rennen gewonnen. Zwischen den beiden Durchgängen beim Riesenslalom hatte er Sauerstoff durch eine Maske geatmet. Damit brach er eine Regel des Skiweltverbands FIS. Die Welt-Anti-Doping-Agentur Wada erlaubt das Einatmen von Sauerstoff an einer Wettkampfstätte hingegen explizit. Die Unterschiede zwischen Wada- und FIS-Regeln waren dem Deutscher Skiverband (DSV) eigenen Angaben zufolge nicht bekannt.

“Es ist sehr ärgerlich. Vor allem, dass es vor dem nächsten Rennen zu so einer Situation kommt”, sagte Luitz der ARD vor dem Start.

Ob und wie Luitz bestraft wird, ist noch nicht entschieden. Die FIS bestätigte bislang nur eine Untersuchung des Falls. Im Reglement steht, dass auf einen Verstoß eine Disqualifikation folgt. Luitz könnte daher sein Weltcupsieg aberkannt werden.

ngo/dpa

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