"Sechs-Punkte-Spiel" für Walldorf

Heidelberg. (bz/rodi/miwi) Wenn man unten steht, ist jedes Spiel enorm wichtig. Das wissen die Regionalliga-Fußballer des FC-Astoria Walldorf diese Saison ganz genau. Am Samstagnachmittag um 14 Uhr steigt gegen Wormatia Worms die letzte Begegnung des Jahres, die gleichzeitig den Charakter eines Sechs-Punkte-Spiels besitzt.

“Mit einem Sieg können wir Worms nach unten ziehen”, hebt FCA-Trainer Matthias Born die Chance hervor, die sich seinen Schützlingen bietet. Bis auf zwei Zähler könnten die Astorstädter an den Dreizehnten heranrücken und dafür sorgen, dass die letzten sechs Klubs in der Tabelle über die Winterpause hinweg lediglich durch diese beiden Punkte getrennt sind. Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, stehen die zuletzt gesperrten Mittelfeldspieler Niklas Horn und Tim Grupp wieder zur Verfügung – allerdings hat sich Tabe Nyenty einen erneuten Muskelfaserriss zugezogen. Für den Abwehrchef ist damit bereits Pause.

Am Samstagabend veranstaltet der FCA seine Weihnachtsfeier, nach einem lockeren Abschlusstraining am Montag haben die Spieler frei. “Ab dem 2. Januar müssen die Jungs ihr individuelles Lauftraining beginnen, Trainingsauftakt haben wir am 16. Januar”, schildert Born den Winterfahrplan.

Nicht ohne Stolz kann Bernhard Trares auf die bisherige Saison zurückblicken. Nun heißt es für den Trainer des SV Waldhof am Samstag um 14 Uhr beim abstiegsgefährdeten SC Hessen Dreieich einen weiteren Sieg einzufahren und mit einem guten Gefühl den Weihnachtsbraten zu genießen. Der Tabellenführer Waldhof reist mit der Empfehlung zum Aufsteiger, auswärts nur in Stuttgart (0:0) Punkte abgegeben zu haben. Doch eine leichte Aufgabe erwartet das Trares-Team beim Tabellenfünfzehnten nicht. “Qualitativ sind sie besser geworden”, verweist der Coach auf namhafte Zugänge während der Runde. So konnten die Hessen beispielsweise Ex-Profi Kevin Pezzoni (Eintracht Frankfurt und 1.FC Köln) verpflichten.

“Sie leiden noch unter ihrem Fehlstart und stehen deshalb so weit unten”, gibt Trares nicht viel auf den Tabellenstand und schwört der Coach seine Mannschaft auf einen harten Fight ein. Für die Mannheimer spricht, dass Jannik Sommer und Timo Kern in dieser Woche wieder voll belastbar waren und heiß auf ihren Einsatz sind. Das Spiel war bis Donnerstag nahezu ausverkauft. Wer aber kurzfristig anreist und etwas Glück hat, kann an der Tageskasse noch ein Ticket ergattern.

Bei der U23 der TSG Hoffenheim herrschte nach dem 3:3 am vergangenen Wochenende beim SV Waldhof Freude, doch die hat nicht dazu geführt, dass Mannschaft und Trainer den Fokus auf den Jahreskehraus verloren ging. “Jetzt zählt nur noch die TSG Balingen”, sagt Marco Wildersinn vor dem Heimspiel gegen den Aufsteiger am Samstag. Mit einem Dreier erhofft sich der Coach einen positiven Abschluss der ersten Saisonhälfte, die mit 20 Partien intensiv und aufreibend war.

“Die Pause danach kommt nicht ungelegen”, erklärt Wildersinn und ist zuversichtlich, vor der Regenerationsphase noch ein gutes Spiel abliefern zu können. Mit Thomas Gösweiner kehrt der beste Torschütze der Hoffenheimer in den Kader zurück und gibt dem Trainer damit eine Alternative mehr. “Mal schauen, ob noch Jungs aus dem Profikader dazukommen, das entscheidet sich erst kurzfristig”, weiß der U23-Übungsleiter noch nicht, mit welcher Aufstellung er das letzte Match des Kalenderjahres bestreiten wird.