Vanessa Ponce de Leon zu "Miss World" 2018 gekürt

Die wichtigsten Meldungen im Überblick:

  • Mark Miley soll neuer US-Generalstabschef werden (19.02 Uhr)
  • 26-Jährige Mexikanerin ist die neue “Miss World” (17.53 Uhr)
  • Fast 1000 vorläufige Festnahmen bei Protesten in Frankreich (16.21 Uhr)
  • Nach Massenpanik in Italien: Hinweise auf Überfüllung der Disko (16.04 Uhr)
  • Bahn-Tarifrunde abgebrochen – Warnstreiks drohen (12.04 Uhr)

Die Nachrichten des Tages im stern-Ticker: 

+++ 19.21 Uhr: Russische Menschenrechtlerin Ljudmila Alexejewa tot +++

Die renommierte russischen Menschenrechtlerin und Kremlkritikerin Ljudmila Alexejewa ist tot. Sie sei nach schwerer Krankheit im Alter von 91 Jahren in Moskau gestorben, teilte der Menschenrechtsrat des russischen Präsidenten am Samstagabend mit. “Das ist ein schrecklicher Verlust für die gesamte russische Menschenrechtsbewegung”, sagte der Vorsitzende des Rates, Michail Fedotow, der Mitteilung zufolge.

Alexejewa war eine der renommiertesten Bürgerrechtlerinnen Russlands. Gemeinsam mit dem Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow gründete sie 1976 die Moskauer Helsinki-Gruppe, die sich für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzte. Dafür musste sie ins Exil.

Seit 2004 war sie mit Unterbrechung Mitglied im Menschenrechtsrat. Die Aktivistin kritisierte offen die zunehmenden Repressionen gegen die russische Opposition.

+++ 19.02 Uhr: Mark Miley soll neuer US-Generalstabschef werden +++

US-Präsident Donald Trump hat Armeechef Mark Milley als neuen Generalstabschef nominiert. Der 60-jährige Vier-Sterne-General solle Joseph Dunford ersetzen, der im Oktober in den Ruhestand geht, teilte Trump über den Kurzbotschaftendienst Twitter mit. Das Datum für die Amtsübergabe werde noch festgelegt. Der US-Senat muss Milley noch bestätigen. Dunford war 2015 von Trumps Vorgänger Barack Obama ernannt worden.    

US-Medienberichten zufolge hatte sich Verteidigungsminister Jim Mattis für einen anderen Kandidaten, den Luftwaffengeneral David Goldfein, ausgesprochen. Trump habe sich aber über diese Empfehlung hinweggesetzt. Der Generalstabschef ist einer der wichtigsten Berater des Präsidenten in Verteidigungsfragen. Zudem ist er zentraler Ansprechpartner des Verteidigungsministers.

+++ 18.41 Uhr: Raumfrachter “Dragon” bringt Weihnachtsessen zur ISS +++

Beladen mit Weihnachtsessen und viel zusätzlicher Ausrüstung hat der private Raumfrachter “Dragon” an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Der deutsche Astronaut Alexander Gerst und die us-amerikanische Ingenieurin Serena Aunon-Chancellor haben den Roboterarm der Raumstation genutzt, um die Kapsel einzufangen. Wenige Stunden später sei sie an die ISS angeschlossen gewesen, teilte die Nasa mit. An Bord sind rund 2500 Kilogramm Forschungsausrüstung, Wartungsinstrumente und “Leckereien für die Crew”.

+++ 17.53 Uhr: 26-Jährige Mexikanerin ist die neue “Miss World” +++

Die “Miss World” 2018 kommt aus Mexiko. Die 26-jährige Vanessa Ponce de Leon gewann in diesem Jahr den Titel, teilten die Organisatoren des Schönheitswettbewerbs nach dem Finale im südchinesischen Sanya (Provinz Hainan) mit. Ponce de Leon wurde in einer emotionalen Zeremonie von der Gewinnerin des vergangenen Jahres, der Inderin Manushi Chhillar, gekrönt. Beim 68. Durchlauf des Wettbewerbs hatten 118 Frauen um den Titel der “Miss World” gekämpft. 

Ponce de Leon, ihres Zeichens Liebhaberin der typisch mexikanischen Käseteigrollen Quesadillas, wurde gleichzeitig Miss World Americas. Weitere “Miss”-Titel für die Kontinente gingen an Maria Vasilevich aus Weißrussland (Miss World Europe), Kadijah Robinson aus Jamaika (Miss World Caribbean), Nicolene Pichapa Limsnukan aus Thailand (Miss World Asia)und Quiin Abenakyo aus Uganda (Miss World Africa). Der Titel Miss World wird seit 1951 vergeben.

+++ 16.52 Uhr: Bericht: In Deutschland fehlen 50.000 Lkw-Fahrer +++

Die Spediteure in Deutschland klagen über einen drastischen Personalmangel. “Im Moment fehlen 50.000 Lastkraftfahrer in Deutschland”, sagte der Inhaber des Logistikkonzerns Dachser, Bernhard Simon, der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Als Gründe für den Fahrermangel nannte er das “ungerechtfertigt schlechte öffentliche Image” des Berufs. Auch die Angst vor Raubüberfällen spiele neuerdings eine Rolle.    

“Eine weitere, erhebliche Ursache liegt darin, dass früher junge Männer in der Bundeswehr ihren geschenkten Lkw-Führerschein gemacht haben”, sagte Simon. “Das gibt es seit Abschaffung der Wehrpflicht nicht mehr. Heute kostet die Ausbildung zum Lkw-Fahrer 20.000 Euro.”     

Diese Kosten übernehme Dachser zwar, das reiche aber nicht, um genügend Nachwuchs zu werben. Er gehe deshalb in Schulen und schaue nach Migranten oder Umschülern, sagte der Unternehmenschef der Zeitung.

+++ 16.48 Uhr: Timmermans lädt Großbritannien zur Abkehr vom Brexit ein +++

Der sozialdemokratische Europa-Spitzenkandidat Frans Timmermans hat Großbritannien eingeladen, den Brexit zu stoppen. “Was mich an geht, ist das Vereinigte Königreich für immer mehr als willkommen zu bleiben”, sagte der Vizepräsident der EU-Kommission in Lissabon. Die Teilnehmer des Parteitags der Europäischen Sozialdemokraten jubelten ihm dafür zu.

Die Welt und die Europäische Union hätten sich seit dem Brexit-Votum in Großbritannien 2016 geändert. Timmermans verwies auf Risiken durch die Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin und die Abkehr des US-Präsidenten Donald Trump, der Interesse an einem geteilten Europa habe. Der Wunsch aus dem Brexit-Referendum, “Kontrolle zurück zu gewinnen”, lasse sich am besten gemeinsam bewältigen. “Bitte denkt darüber nach”, sagte Timmermans.

+++ 16.21 Uhr: Fast 1000 vorläufige Festnahmen bei Protesten in Frankreich +++

Am Rande der “Gelbwesten”-Proteste in Frankreich sind fast tausend Menschen vorläufig festgenommen worden. Mehr als 720 seien weiter in Polizeigewahrsam, hieß es von Seiten der Polizei. Die meisten Festnahmen erfolgten demnach in Paris. Die Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten am Nachmittag landesweit auf fast 77.000.

+++ 16.04 Uhr: Nach Massenpanik in Italien: Hinweise auf Überfüllung der Disko +++

Nach der Massenpanik mit sechs Toten in einer Diskothek in Italien gibt es Hinweise, dass deutlich zu viele Tickets für das Konzert verkauft worden sind. Ersten Ermittlungen zufolge seien rund 1400 Karten abgesetzt worden, sagte der italienische Regierungschef Giuseppe Conte bei einem Besuch in Ancona. “Es sieht danach aus, dass nur einer von drei Räumen genutzt wurde. Dieser Raum war für 469 Personen ausgelegt. Mit den Zahlen kommen wir offensichtlich schon mal nicht hin.” Conte verwies aber auch darauf, dass die Ermittlungen noch andauerten. “Ereignisse wie diese dürfen nicht wieder vorkommen”, sagte Conte. 

In Corinaldo unweit von Ancona war in der Nacht vor Beginn eines Rap-Konzerts Panik ausgebrochen. Fünf Teenager und eine Mutter starben, Dutzende Menschen wurden verletzt. In dem Gedrängel war ersten Erkenntnissen zufolge Reizgas versprüht worden.

+++ 15.48 Uhr: Erdogan kritisiert “exzessives Vorgehen” gegen “Gelbwesten”-Proteste +++

Der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan hat Sorge über das harte Vorgehen der Polizei gegen “Gelbwesten”-Proteste in Europa geäußert. Er sei gegen eine “exzessive Gewalt” gegen die Demonstranten, sagte Erdogan am Rande einer Veranstaltung in Istanbul. 

“Die, die unsere Polizei der Unterdrückung bezichtigt haben, sollten sehen, was ihre Polizisten jetzt tun”, sagte Erdogan. In Paris und anderswo gehe die Polizei gerade “auf die härteste Art vor”. Die aktuellen “Chaos-Szenen” in Paris, Brüssel und anderen Städten zeigten, das Europa beim “Test auf Demokratie, Menschenrechte und Freiheit” durchgefallen sei.

Paris: Polizei schießt Tränengas gegen Gelbwesten

+++ 15.11 Uhr: “Gelbwesten”-Demonstranten greifen Luxuskaufhaus in Paris an +++

Bei den Protesten der “Gelbwesten” ist es in Paris zu neuerlichen Ausschreitungen gekommen. Im Zentrum der Hauptstadt versuchten am frühen Nachmittag mehrere Demonstranten, das Luxuskaufhaus “Publicis” in Brand zu stecken, wie AFP-Reporter berichteten. Die Protestteilnehmer – einige von ihnen in gelben Westen – entzündeten eine Tanne, die sie gegen die Fassade des Kaufhauses lehnten. Die Polizei drängte die Demonstranten unter Einsatz von Tränengas ab. Eine junge Frau wurde mit einer Kopfverletzung zur Behandlung fortgebracht.

+++ 14.35 Uhr: Zehntausende Demonstranten bei “Gelbwesten”-Protest in Frankreich +++

Bei Demonstrationen der “Gelbwesten” sind in ganz Frankreich nach offiziellen Angaben Zehntausende Menschen auf die Straße gegangen. Landesweit seien es bis zum Mittag rund 31.000 gewesen, berichtete der Sender France Info unter Berufung auf das Innenministerium. Davon seien 8000 in der Hauptstadt Paris gezählt worden. Im ganzen Land habe es rund 700 Festnahmen gegeben.

Auch zahlreiche Autobahnen im Land wurden bei dem Protest wieder blockiert. Die Polizei kontrollierte bis zum frühen Nachmittag nach eigenen Angaben mehr als 5000 Menschen auf den großen Verkehrsachsen und an Mautstellen.

Die Protestbewegung “Gelbe Westen” fordert unter anderem Steuersenkungen. Ihre Wut richtet sich aber auch gegen Präsident Emmanuel Macron und dessen Reformpolitik. In ganz Frankreich, aber auch in Belgien und in kleinerem Umfang in den Niederlanden gab es Protestaktionen. Es ist das vierte Wochenende in Folge, an dem die Bewegung in Frankreich massiv auf die Straße geht.

+++ 12.37 Uhr: 70 Festnahmen bei Protesten von “Gelbwesten” in Brüssel +++

Die Protestkundgebungen der “Gelbwesten” haben sich auf die belgische Hauptstadt Brüssel ausgeweitet. Die Polizei nahm dort nach eigenen Angaben rund 70 Menschen fest. Bei den Festnahmen handle es sich um “präventive Maßnahmen”, teilte sie mit. Die Polizei riegelte das Brüsseler Europaviertel ab. Dort haben Institutionen wie die EU-Kommission, der EU-Rat und das EU-Parlament ihren Sitz. Selbst Fußgänger erhielten keinen Zugang zu dem Viertel.

+++ 12.36 Uhr: Hermes und DPD wollen Paketzustellung verteuern +++

Bei den Paketdiensten Hermes und DPD müssen die Kunden sich auf steigende Versandkosten einstellen. Der zur Otto-Gruppe gehörende Anbieter Hermes – zweitgrößter in Deutschland hinter DHL – will die Zustellung an der Haustür verteuern. “Wir werden die Preise stärker differenzieren. Das heißt unter anderem auch, dass die Haustürzustellung teurer werden wird”, sagte Hermes-Deutschland-Chef Olaf Schabirosky dem “Hamburger Abendblatt”. Hermes hatte bereits im Frühjahr die Paketpreise um durchschnittlich 4,5 Prozent erhöht.

Im kommenden Jahr werde es eine weitere Anhebung in ähnlicher Höhe geben, kündigte Schabirosky an. DPD kündigte an, zum Jahreswechsel die Preise um 6,5 Prozent zu erhöhen. Stabil bleiben die Kosten für die Zustellung bei DHL.

+++ 12.28 Uhr: Bus in Nordindien stürzt in 60 Meter tiefe Schlucht +++

Im nordindischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir sind bei einem Busunglück mindestens 13 Menschen gestorben und 13 verletzt worden. Nach Polizeiangaben stürzte am Samstag im Distrikt Poonch ein Bus auf einer Bergstraße in eine 60 Meter tiefe Schlucht. Der Fahrer habe wohl beim Beschleunigen die Kontrolle verloren, dann sei der Bus von der Straße geschlittert, hieß es. Der Zustand einiger Verletzter sei so kritisch, dass die Zahl der Todesopfer weiter steigen könne. Auch der Busfahrer überlebte den Absturz nicht.

+++ 12.04 Uhr: Bahn-Tarifrunde abgebrochen – Warnstreiks angekündigt +++

Bahnfahrer müssen sich zum Beginn der neuen Woche auf Warnstreiks mit Zugausfällen und Verspätungen einstellen. Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) brach die Tarifverhandlungen mit der Deutschen Bahn in Hannover ab. Wie aus Kreisen der Gewerkschaft zu hören war, sollen bereits am Montagmorgen Beschäftigte vor allem in Stellwerken und Werkstätten bundesweit ihre Arbeit niederlegen. Die Aktion könnte demnach bis zum Mittag anhalten.

Als Grund nannte die EVG ein aus ihrer Sicht zu geringes Lohnangebot des Arbeitgebers. Über den Umfang und die genaue Dauer der Arbeitsniederlegungen sei noch nicht entschieden. Die Bahn sprach hingegen von einer “völlig überflüssigen Eskalation”. “Bei diesem Angebot den Verhandlungstisch zu verlassen, ist nicht nachvollziehbar und verunsichert völlig unnötig unsere Kunden mitten in der Weihnachtszeit”, erklärte Personalvorstand Martin Seiler. Die Bahn habe “alle EVG-Forderungen inklusive der Kernforderungen erfüllt”.

+++ 11.05 Uhr: Erste Zusammenstöße bei Protest der “Gelbwesten” in Paris +++

Bei den Protesten der “Gelbwesten” in Paris ist es zu ersten Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen. Sicherheitskräfte setzten am Vormittag Tränengas gegen Teilnehmer einer Kundgebung in einer Seitenstraße des Prachtboulevards Champs-Elysées ein, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Mehrere Demonstranten bewarfen die Polizei unter anderem mit Knallkörpern und anderen Gegenständen. Bereits wenige Stunden vor den geplanten Massenprotesten hatte die Pariser Polizei nach eigenen Angaben mehr als 350 Menschen vorläufig festgenommen.

Wegen Krawallen: Tausende Polizisten rüsten sich für neue Gelbwesten-Proteste in Paris

+++ 10.39 Uhr: 9,2 Millionen Dollar für Erinnerungsstücke aus Frank Sinatras Besitz +++

20 Jahre nach seinem Tod bleibt Frank Sinatra ein Publikumsmagnet – bei einer Auktion in New York fanden Erinnerungsstücke aus dem Besitz des US-Entertainers reißenden Absatz. Fast alle 304 angebotenen Objekte aus der Sammlung seiner letzten Frau Barbara wechselten bei der mehrtägigen Versteigerung den Besitzer, darunter ihr Verlobungsring sowie fünf von Sinatra gemalte Bilder, wie Sotheby’s mitteilte.

Jedes der abstrakten Gemälde erzielte laut dem Auktionshaus mindestens 100.000 Dollar (88.000 Euro) und damit das Mehrfache ihres Schätzwerts. Hauptattraktion war der 20-karätige Diamantring, den “Ol’ Blue Eyes” seiner letzten Frau zur Verlobung in einem Champagnerglas servierte. Er kam bereits am Dienstag für 1,7 Millionen Dollar unter den Hammer. Insgesamt erzielte die Auktion laut Sotheby’s 9,2 Millionen Dollar; 300 Bieter aus 30 Ländern beteiligten sich an ihr.

+++ 7.58 Uhr: Zwei deutsche Fluglinien unter am wenigsten klimaschädlichen Airlines +++

Gleich zwei deutsche Fluglinien gehören laut einer Studie zu den Top Ten der am wenigsten klimaschädlichen Airlines der Welt. Wie die Umweltorganisation Atmosfair mitteilte, finden sich TUIfly und Condor auf den vorderen Plätzen. Einzelheiten will Atmosfair im Laufe des Tages bekanntgeben. Die Organisation bewertet rund 200 große Gesellschaften weltweit nach der verursachten Umweltbelastung. Der Index basiert auf dem CO2-Ausstoß einer Airline pro Kilometer und Passagier auf allen geflogenen Strecken.

+++ 06.40 Uhr: Geisterfahrer stirbt bei Unfall in Karlsruhe +++

Ein Geisterfahrer ist bei einem Unfall auf der Autobahn 5 in Karlsruhe ums Leben gekommen. “Der Wagen krachte in der Nacht zum Samstag in ein entgegenkommendes Auto, in dem eine Frau schwer verletzt wurde”, sagte ein Sprecher der Polizei am Morgen. Der Geisterfahrer – ein 31 Jahre alter Mann – war kurz vorher in falscher Richtung auf die Autobahn gefahren. Die 33-jährige Frau wurde ins Krankenhaus gebracht. Polizei und Rettungskräfte waren mit einem großen Aufgebot im Einsatz. Die Autobahn 5 war in Richtung Süden bis in die frühen Morgenstunden für den Verkehr voll gesperrt.

+++ 6.28 Uhr: “Horrorhaus” von Höxter: Urteil gegen Wilfried W. rechtskräftig +++

Das Urteil gegen Wilfried W. aus dem Prozess um das sogenannte Horrorhaus von Höxter ist rechtskräftig. “Seine Verteidiger und die Staatsanwaltschaft haben keine Revision eingelegt”, sagte ein Gerichtssprecher. Das Landgericht Paderborn hatte den 48-Jährigen Anfang Oktober zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren wegen Mordes durch Unterlassen verurteilt.

Im Fall der zu 13 Jahren Haft verurteilten Angelika W. hat die Verteidigung dagegen das Rechtsmittel genutzt. “Auf Mord durch Unterlassen ist bislang sehr selten von deutschen Gerichten entschieden worden. Ich habe, wie bereits im Gericht angekündigt, fristwahrend Revision eingelegt”, sagte ihr Rechtsanwalt Peter Wüller. Er wolle sich zuerst das schriftliche Urteil anschauen, das ihm noch nicht vorliege. “Im neuen Jahr entscheiden wir dann, ob es bei der Revision durch den Bundesgerichtshof bleibt.”

+++ 5.20 Uhr: Fischer auf Marshallinseln gehen 48 Kilo Kokain ins Netz +++

Einem Fischer sind vor den Marshallinseln im Pazifik 48 Kilogramm Kokain ins Netz gegangen. Wie die Polizei des Inselstaats mitteilte, waren die Drogen mit einem Verkaufswert von rund 3,5 Millionen Euro in Plastiktüten verpackt und professionell verklebt.

Der Fischer hatte die Pakete mit dem weißen Pulver den Angaben zufolge in der vergangenen Woche beim Fischen vor dem Kwajalein-Atoll gefunden, das fast 500 Kilometer von der Hauptstadt Majuro entfernt liegt, und die Polizei verständigt. Die Behörden der Marshallinseln baten die US-Drogenbehörde DEA um Unterstützung, weil es auf der Inselgruppe kein Labor gibt, das die Echtheit des Kokains bestätigen könnte.

+++ 5.17 Uhr: Sechs Tote bei Panik in Diskothek bei Ancona +++

Bei einer Massenpanik von Besuchern einer Diskothek in der Nähe der italienischen Hafenstadt Ancona an der Adria sind am frühen Samstagmorgen sechs Menschen ums Leben gekommen. Rund 1000 Musikliebhaber hatten sich in der Diskothek “Lanterna Azzurra” (Blaue Laterne) in Madonna del Piano in der Gemeinde Corinaldo zum Konzert des in Italien überaus beliebten Rappers Sfera Ebbasta eingefunden, als ein Unbekannter in dem Gedränge Reizgas versprühte. In der daraufhin einsetzenden Panik, als die Menschen zu den Ausgängen drängten, starben sechs junge Männer.

Nach ersten Medienberichten wurden etwa 120 meist junge Menschen verletzt, zehn von ihnen schwer. Sie wurden in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Sanitäter berichteten, viele der Verletzten hätten in dem Gedrängel teils schwere Quetschungen, aber auch Knochenbrüche davongetragen.

Bei Ancona: Mutter und fünf Teenager sterben bei Massenpanik in Nachtclub

+++ 0.11 Uhr: US-Neonazi wegen Mordes an Frau in Charlottesville verurteilt +++

Ein US-Neonazi ist des Mordes an einer Demonstrantin in der US-Stadt Charlottesville im August 2017 schuldig befunden worden. Der 21-jährige James Fields wurde von einer Jury zudem wegen “bösartiger Verletzung” mehrerer weiterer Menschen und Fahrerflucht verurteilt, wie US-Medien berichteten. Das Strafmaß wird zu einem späteren Zeitpunkt verkündet. Dem Angeklagten droht lebenslange Haft.

Fields war am Rande eines Aufmarschs von Rechtsextremisten in der Universitätsstadt im Bundesstaat Virginia mit seinem Wagen in eine Gruppe von Gegendemonstranten gefahren. Dabei wurde eine 32-jährige Frau getötet. Fields plädierte in dem Prozess dennoch auf unschuldig. Seine Verteidiger argumentierten, ihr Mandant habe sich in einem Zustand der Panik befunden und “um sein Leben gefürchtet”.

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