+++ Wintersport-Telegramm +++: Shiffrin gewinnt in St. Moritz – Rebensburg Achte

+++Ski Aplin+++

Felix Neureuther startet am Sonntag nicht im Slalom

Felix Neureuther verzichtet am Sonntag auf einen Start im Slalom von Val d’Isère. Das bestätigte der Deutsche Skiverband am Samstag nach einem letzten Test des 34-Jährigen im Training. Neureuther hatte im Riesenslalom wenige Stunden zuvor nach mehr als einem Jahr Wettkampfpause sein Comeback im Weltcup gegeben und Rang 21 belegt.

Der Routinier hatte sich im November 2017 einen Kreuzbandriss zugezogen. Vor drei Wochen brach sich Neureuther dann im Training in Levi den rechten Daumen. Nach der Operation bekam er eine Spezialschiene angepasst. Weil im Slalom die Stangen mit der Hand geboxt werden müssen, war sein Start ohnehin unwahrscheinlich.

+++Biathlon+++

Deutschen Frauen verpassen das Podest

Beim Weltcup-Auftakt im slowenischen Pokljuka warten die deutschen Biathletinnen auch nach dem zweiten Rennen noch auf den ersten Podestplatz. Im Sprint über 7,5 km kam Franziska Preuß (Haag) nach einer Strafrunde als beste Deutsche auf Rang neun. Schon am Donnerstag im Einzel war die 24-Jährige mit Rang zehn erfolgreichste DSV-Athletin gewesen. Einen Achtungserfolg feierte die 22 Jahre alte Anna Weidel (Kiefersfelden), die in ihrem zweiten Weltcup-Rennen mit einer tadellosen Leistung am Schießstand nur 0,8 Sekunden hinter Preuß Zehnte wurde. Ihren 24. Triumph im Weltcup feierte indes die makellose Gesamtweltcupsiegerin Kaisa Mäkäräinen. Die Finnin verwies die Italienerin Dorothea Wierer (0 Strafrunden/+14,8 Sekunden) und Justine Braisaz (0/+42,1) aus Frankreich auf die Plätze.

+++Ski Aplin+++

Felix Neureuther wird bei Sieg von Marcel Hirscher 21. – Stefan Luitz wird nach schwerem Fehler Letzter

Für die deutschen Ski-Rennläufer Felix Neureuther und Stefan Luitz ist der Weltcup-Riesenslalom der Männer im französischen Val d’Isere nicht nach Wunsch verlaufen. Bei schwierigen Bedingungen fuhr Neureuther bei seinem Comeback nach mehr als einem Jahr auf Rang 21. Er lag 2,84 Sekunden hinter dem Sieger Marcel Hirscher (Österreich). Nach dem Rennen zeigte sich Neureuther jedoch nur wenig enttäuscht. Er müsse nun an der Selbstverständlichkeit im Rennen arbeiten. Er freue sich nun auf die nächsten Rennen, sagte er in der ARD.

Luitz, dessen Sieg vom vergangenen Wochenende in Beaver Creek wegen der Sauerstoff-Affäre infrage steht (Hier geht es zu dem Bericht über das Vergehen), fiel nach einem kapitalen Fehler im zweiten Lauf auf den letzten Platz zurück. “Die letzten Tage waren schon belastend”, sagte der Allgäuer, der in Beaver Creek zwischen beiden Läufen verbotenerweise aus einer Sauerstoffflasche inhaliert hatte.

Hirscher gelang bei Schneefall, schlechter Sicht und auf ruppiger Piste am Face de Bellevarde mit der Startnummer eins ein hervorragender erster Lauf. Auch im zweiten Durchgang gab er sich keine Blöße. Zweiter wurde der Norweger Henrik Kristoffersen vor Mats Olsson aus Schweden.

Bester Deutscher wurde Alexander Schmid als 15. Fritz Dopfer war nur 0,1 Sekunde langsamer als Neureuther und wurde 22.

+++ Eischnelllauf +++

Nico Ihle wird über 1000 Meter Sechster – Start von Claudia Pechstein ungewiss

Eisschnellläufer Nico Ihle hat beim dritten Saisonweltcup im polnischen Tomaszow Mazowiecki im Sprint über 500 m erneut eine Top-10-Platzierung verfehlt. Der Olympia-Achte aus Chemnitz kam auf der ersten Geraden kurz ins Stolpern und musste sich in 35,556 Sekunden mit Rang 16 begnügen.

Am Freitag war Ihle im ersten Rennen über 500 m in 35,330 Sekunden nicht über Platz elf hinausgekommen, auf den fünften Rang fehlte jedoch nur eine Zehntelsekunde. “Das Niveau ist sehr hoch”, hatte Ihle gesagt. Auch am Samstag betrug der Rückstand auf den Vierten trotz des Fehlers nur 33 Hundertstelsekunden.

Im 1500-m-Rennen der Frauen landeten die deutschen Starterinnen am Ende des Feldes. Gabriele Hirschbichler (2:03,124 Minuten) wurde 19., Roxanne Dufter (beide Inzell/2:33,374) kam auf der letzten Geraden aus dem Tritt und belegte den 20. und letzten Platz.

+++Bob+++

Francesco Friedrich gewinnt im Zweierbob in Sigulda

Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich ist perfekt in die neue Weltcup-Saison der Bobsportler gestartet. Beim ersten von zwei Zweierbob-Rennen auf der für Viererbobs gesperrten Bahn in Sigulda siegte er am Samstag mit dem im Weltcup debütierenden Anschieber Alexander Schüller. Mit Start- und Streckenrekord von 4,82 und 49,86 Sekunden setzte sich das neuformierte Duo mit 0,42 Sekunden vor den Letten Oskars Kibermanis und Matiss Miknis durch. Platz drei ging an die Österreicher Benjamin Maier/Markus Sammer. Der Olympia-Zweite im Viererbob, Nico Walther, kam mit seinem neuen Anschieber Paul Krenz auf Rang sechs. Direkt dahinter wurde Weltcup-Debütant Christoph Hafer mit Issam Ammour an der Bremse Siebter.

+++Ski Aplin+++

Mikaela Shiffrin fährt beim Super-G in St. Moritz zum Sieg

Skistar Mikaela Shiffrin hat ihre überragende Form auch beim Super G in St. Moritz unter Beweis gestellt. Die US-Amerikanerin gewann mit 0,26 Sekunden Vorsprung auf die Schweizerin Lara Gut. Dritte wurde Tina Weirather aus Liechtenstein. Die Deutsche Viktoria Rebensburg fuhr auf den achten Platz (Hier geht es zum ausführlichen Bericht. Sie hatte nach einer wackligen Fahrt schon 1,58 Sekunden Rückstand auf die Siegerin. Elf Athletinnen schieden auf dem schweren Kurs aus. Darunter auch Michaela Wenig aus Deutschland.

+++Skeleton+++

Männer, Sigulda

Die deutschen Skeleton-Männer haben zum Auftakt der WM-Saison das Podest verpasst. Beim Weltcup im lettischen Sigulda gewann der Olympia-Zweite Nikita Tregubow aus Russland vor dem lettischen Rekordweltmeister Martins Dukurs und Olympiasieger Yun Sung Bin (Südkorea). Bester Deutscher war überraschend Debütant Felix Keisinger (Königssee), der als Fünfter überzeugte.

+++Langlauf+++

Therese Johaug holt vierten Saisonsieg

Therese Johaug ist bei ihrer Rückkehr nach einer Dopingsperre weiterhin nicht zu schlagen. Die norwegische Skilangläuferin sicherte sich am Samstag in Beitostölen ihren vierten Saisonsieg und distanzierte über die 15 Kilometer in der freien Technik die komplette Konkurrenz um mehr als eine Minute. Johaug blieb bei ihrem vierten Saisonstart in den Distanzrennen ungeschlagen und baute ihre Führung im Gesamtweltcup aus. Die Schwedin Charlotte Kalla und die Norwegerin Ingvild Flugstad Östberg komplettierten das Podium, konnten mit der herausragenden Johaug aber von Anfang an nicht mithalten.

Die deutschen Langläuferinnen verpassten zum Auftakt in Norwegen Top-Platzierungen. Katharina Hennig belegte mit einem Rückstand von knapp über dreieinhalb Minuten den 30. Platz, Julia Belger landete auf Rang 44.

+++Außerdem+++

Die Langläufer sind in Lillehammer unterwegs

Die Rodler bestreiten auf der Olympia-Bahn im kanadischen Calgary die beiden Weltcup-Durchgänge im Frauen-Einzel. Im Anschluss daran geht es in der Team-Staffel um Podiumsplätze. Eine Woche nach dem beinahe sensationell starken Lauf von Janosch Brugger in der Verfolgung von Lillehammer sind die Langläufer nun in Beitostölen gefordert. Auf dem Programm stehen die 30 beziehungsweise die 15 Kilometer, dazu am Sonntag die Staffeln. Am zweiten Tag des Eisschnelllauf-Weltcups im polnischen Tomaszow Mazowiecki will Nico Ihle nach seinem sechsten Platz über 1000 Meter nun auch auf der 500-Meter-Strecke einen Top-10-Platzierung holen.

+++ Rodeln +++

Felix Loch verpasst nach Aufholjagd das Podest knapp

Deutschlands Top-Rodler Felix Loch (Berchtesgaden) hat trotz einer starken Aufholjagd den nächsten Dämpfer der noch jungen WM-Saison kassiert. Der zweimalige Einzel-Olympiasieger kämpfte sich beim Weltcup im kanadischen Calgary nach einem verpatzten ersten Lauf zwar noch vom 13. auf den vierten Rang vor, muss nach der dritten Station des Winters aber weiter auf seinen ersten Sieg warten.

Der Rest des deutschen Teams tat sich noch schwerer. Der Olympia-Dritte Johannes Ludwig (Oberhof) belegte nur den sechsten Platz. Nachwuchsmann Sebastian Bley (Suhl), der nach Rang zwei zur Halbzeit sein erstes Weltcup-Podest im Visier hatte, fiel im zweiten Lauf auf Rang sieben zurück. Chris Eißler (Zwickau) beendete das Rennen auf dem 14. Platz, Max Langenhan (Friedrichroda) kam nicht über Rang 16 hinaus.

+++ Rodeln +++

Doppelsitzer Wendl/Arlt feiert ersten Saisonsieg

Die deutschen Rodel-Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt haben bei der dritten Weltcup-Station im kanadischen Calgary ihren ersten Saisonsieg eingefahren. Die Olympiasieger von Pyeongchang setzten sich auf der Olympiabahn von 1988 vor ihren Teamkollegen Toni Eggert/Sascha Benecken und den Österreichern Thomas Steu/Lorenz Koller durch. Nach einem enttäuschenden Weltcup-Auftakt in Innsbruck-Igls und dem dritten Platz vor einer Woche in Whistler feierten Wendl/Arlt dank einer erneuten Steigerung einen knappen Erfolg.

„Wir hatten die ganze Woche schon ein gutes Gefühl auf der Bahn. Das konnten wir im Rennen umsetzen. Darauf lässt sich aufbauen“, sagte Wendl. Das Duo hatte nach dem zweiten Durchgang nur 0,091 Sekunden Vorsprung auf die Zweitplatzierten Eggert/Benecken, die Sieger der Vorwoche. Robin Geueke/David Gamm mussten sich mit Rang elf begnügen.

+++ Biathlon +++

Erik Lesser vergisst Munition und hat zu wenig Schüsse

Nach der Überraschung durch Johannes Kühn im Einzel wollten die deutschen Skijäger im Sprint-Wettkampf überzeugen und sich auch eine gute Ausgangsposition für die Verfolgung am Sonntag in Pokljuka verschaffen. Für Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer beginnt dann die Weltcup-Saison so richtig, der 31-Jährige war verspätet in Slowenien angekommen. „Ich bin Papa geworden und da wollte ich noch ein paar Tage länger zu Hause bleiben“, sagte er.
Weltmeister Benedikt Doll war im ersten Sprint-Rennen der neuen Biathlon-Saison der beste deutsche Skijäger. Beim Sieg des Norwegers Johannes Thingnes Bö vor dem Franzosen Antonin Guigonnat und dem Russen Alexander Loginow verpasste der 28 Jahre alte Doll nach einer Strafrunde als Fünfter das Podest nur knapp. Die fünf anderen deutschen Skijäger mit Olympiasieger Arnd Peiffer an der Spitze kamen nicht in die Top 25.

Erik Lesser passierte schon vor dem Start ein riesen Missgeschick. Er vergaß nach dem Einschießen, sein Magazin ausreichend aufzufüllen und hatte nicht genug Munition für seine Schüsse.

+++ Eiskunstlauf +++

Amerikaner Nathan Chen gewinnt in Vancouver

Weltmeister Nathan Chen (USA) hat beim Grand-Prix-Finale der Eiskunstläufer in Vancouver die Herren-Konkurrenz gewonnen. Trotz zweier Fehler in der Kür behauptete der 19-Jährige mit 282,42 Punkten seine Führung aus dem Kurzprogramm vor dem japanischen WM-Zweiten Shoma Uno (275,10 Punkte). Der Südkoreaner Cha Junhwan (263,49) belegte Rang drei.

In Abwesenheit sämtlicher Asse der Deutschen Eislauf-Union (DEU) liegen im Eistanz nach dem Rhythmustanz die US-Vizeweltmeister Madison Hubbell/Zachary Donohue vor der abschließenden Kür in Führung (80,53 Punkte). Dahinter folgen Charlene Guignard/Marco Fabbri (Italien/78,30 Zähler) und die Russen Wictoria Sinizina/Nikita Kazalapow (77,33).

Im Paarlauf gehen die Chinesen Cheng Peng/Yang Jin (75,69) als Spitzenreiter vor den russischen Paaren Natalia Zabijako/Alexander Enbert (75,18) und Jewgenia Tarasowa/Wladimir Morozow (74,04) in die entscheidende Kür am Sonntag. Zum Abschluss fällt auch die Entscheidung bei den Damen, die Japanerin Rika Kihira liegt in Führung.

+++ Bob +++

Olympiasiegerin Mariama Jamank holt in Sigulda ersten Weltcupsieg

Bob-Pilotin Mariama Jamanka (Oberhof) hat knapp zehn Monate nach ihrem sensationellen Olympiatriumph auch den ersten Weltcupsieg ihrer Karriere gefeiert. Die 28-Jährige gewann am Freitag mit Anschieberin Annika Drazek den Saisonauftakt im lettischen Sigulda, Anna Köhler (Winterberg) sorgte mit Lisa Gericke als Dritte für einen hervorragenden Start der deutschen Frauen in den WM-Winter.

Mit mehr als sechs Zehntelsekunden Rückstand auf Jamanka fuhr Nadeschda Sergejewa auf Rang zwei. Die Russin war noch im Frühjahr wegen einer positiven Dopingprobe von den Winterspielen in Pyeongchang ausgeschlossen worden, wurde dann aber vom Internationalen Sportgerichtshof CAS freigesprochen. Die Pyeongchang-Vierte Stephanie Schneider (Oberbärenburg) stürzte mit Maureen Zimmer im ersten Durchgang und wurde letztlich Achte von nur acht Starterinnen.

(rent/sid/dpa)