Schalke-Trainer Domenico Tedesco erklärt: Deshalb habe ich Mendyl für

Gelsenkirchen. Es war eine Szene, die bei vielen Schalke-Fans im Derby zwischen Schalke und Dortmund für Verwunderung sorgte.

Nach knapp 37 Minuten konnte Guido Burgstaller nicht mehr weitermachen. Der Österreicher ging bereits angeschlagen mit Leistenproblemen ins Derby. Nach einer Grätsche war dann endgültig Schluss.

Der einzige nominelle Stürmer im Schalke-Sturm musste raus – und Domenico Tedesco brachte Hamza Mendyl. Einen Außenverteidiger.

Nach Schalke gegen Dortmund: Domenico Tedesco erklärt, warum er Mendyl für Burgstaller brachte

Bei der Pressekonferenz nach dem Duell Schalke gegen Dortmund erklärte, warum er nicht einen Offensivmann wie Teuchert und Konoplyankagebracht hat. Und warum er sich für Mendyl entschied.

„Wir haben heute zwei zentrale Stürmer gebraucht. Nach der Verletzung von Burgstaller wollten wir jemanden mit Tempo im Sturm haben. Hamza ist unser schnellster Spieler, der die Tiefe attackieren kann. Deswegen haben wir uns für ihn entschieden“, begründete Tedesco den Wechsel.

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Es fehlte die Durchschlagskraft

Doch im Nachhinein musste auch er einsehen, dass nach der Auswechselung von Burgstaller Schalke die Präsenz im Sturmzentrum abging: „Was schlichtweg bei uns fehlt, ist die Durchschlagskraft. Wir müssen mehr Torgefahr ausstrahlen. Unsere Flanken sind nicht gut, wir finden den Spieler in der Box nicht“, so Tedesco. „Wenn du nur per Elfmeter triffst, gewinnst du keine Spiele.“

So reagierten die Schalke-Fans nach dem Spiel

Bentaleb unzufrieden

Die Auswechselung von Burgstaller war nicht die einzige, die für Diskussionen sorgte. Auch Nabil Bentaleb musste schon nach 55 Minuten runter – und das obwohl Tedesco den Mittelfeldmann noch vor dem Derby gelobt hatte.

„Es ist logisch, dass jemand unzufrieden ist, wenn er im Derby ausgewechselt wird. Er hatte Schmerzen im Leistenbereich, wir hatten nicht mehr das Gefühl, dass er so fit war wie zu Spielbeginn“, erklärte Tedesco die Auswechslung von Bentaleb, für den Serdar ins Spiel kam.

Gegentore „schlecht verteidigt“

Auch mit der Defensive konnte der S04-Coach an diesem Derbytag nicht zufrieden sein: „Die beiden Gegentore fallen zu Zeitpunkten, die schwierig zu verkraften sind. In beiden Situationen haben wir schlecht verteidigt. Nach dem 1:2 war es schwierig, wir haben keine Entlastung mehr gehabt und keine Bälle mehr festgemacht.“

Die Enttäuschung bei Königsblau war nach dem Derby nicht nur bei Trainer Domenico Tedesco groß. Auch Kapitän Ralf Fährmann war niedergeschlagen: „Das Derby hat vieles geboten. Am Ende hat Dortmund zwei Tore geschossen, wir hingegen nur eins. Deshalb bin ich sehr enttäuscht. Gleiches gilt für den Rest der Mannschaft.“

Fährmann zu Verletzungspech im Sturm: „Brutal“

Auch er betonte nochmal die Verletzten, vor allem im Angriff: „Es ist brutal, wenn dir so viele wichtige Spieler in der Offensive fehlen. Das soll jetzt keine Ausrede sein, aber die Jungs da vorne fehlen halt. Ich finde aber, dass wir es mit unseren Mitteln, die uns zur Verfügung standen, insgesamt ordentlich gemacht hat.“

Trotz der Niederlage schaut Fährmann in die Zukunft: „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir aus der schwierigen Phase aktuell gestärkt hervorgehen werden.“ Das sieht auch Daniel Caligiuri so: „Der Blick auf die aktuelle Tabelle stellt uns natürlich nicht zufrieden. Bis Weihnachten müssen wir so viele Punkte wie möglich holen. Wir stecken in einer schwierigen Phase. Gemeinsam werden wir aber aus dem unteren Drittel herauskommen.“