Uber reicht vertraulichen Antrag für Börsengang ein

Chef Dara Khosrowshahi muss die Investoren davon überzeugen, dass es der Fahrdienstvermittler aus den roten Zahlen schafft. Quelle: Reuters
Frisches Geld für Uber

Chef Dara Khosrowshahi muss die Investoren davon überzeugen, dass es der Fahrdienstvermittler aus den roten Zahlen schafft.



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San Francisco/New YorkDer Fahrdienst-Vermittler Uber hat laut Medienberichten den ersten Schritt zu einem Börsengang gemacht. Das Unternehmen aus San Francisco habe einen vertraulichen Antrag für eine Aktienplatzierung eingereicht, schrieben das „Wall Street Journal“, die „Financial Times“ und der Finanzdienst Bloomberg. Uber wollte dies am Samstag nicht kommentieren.

Die vertraulichen Unterlagen seien bereits am Donnerstag eingereicht worden, wie drei mit dem Vorgang vertraute Personen sagten. Es könnte einer der bislang größten Börsengänge eines Technologieunternehmens werden.

Bei der jüngsten privaten Finanzierungsrunde wurde Uber mit 76 Milliarden Dollar bewertet, bei einer Notierung am Aktienmarkt könnten es 120 Milliarden Dollar sein. Ein konkreter Zeitplan ist noch unklar.

Möglicherweise will das defizitäre Unternehmen aber seinem US-Rivalen Lyft zuvorkommen, der ebenfalls am Donnerstag einen Antrag bei der Börsenaufsicht SEC einreichte und laut Insidern im ersten Halbjahr 2019 den Schritt wagen könnte.

Ubers Sprung auf das Handelsparkett wäre zudem einer der größten Börsengänge von US-Technologieunternehmen, die im nächsten Jahr anstehen. Dazu zählen die Online-Wohnungsplattform AirBnB, die kürzlich mit 31 Milliarden Dollar bewertet wurde und der Messenger-Dienst Slack, der auf eine Bewertung von mehr als fünf Milliarden Dollar kommt. Lyft wird mit 15 Milliarden Dollar bewertet. Die anhaltenden Börsenturbulenzen könnten die Pläne der Unternehmen jedoch noch ins Wanken bringen.

Uber-Chef Dara Khosrowshahi muss nun Investoren überzeugen, dass der Taxi-Konkurrent den Weg aus den roten Zahlen findet. Im dritten Quartal fiel ein Verlust von 1,1 Milliarden Dollar an. Das war ein Fünftel mehr als im zweiten Quartal, allerdings auch gut ein Viertel weniger als im Jahr zuvor.

Zu schaffen machte dem Unternehmen, das in mehr als 70 Ländern tätig ist, zuletzt vor allem aber, das Umsatz und Buchungen nicht mehr so rasant wachsen wie noch im Vorjahr. Um die Wende zu schaffen, investiert das Unternehmen auch in eine Reihe anderer Bereiche wir die Lebensmittelzustellung, die Vermietung von Elektrofahrrädern und Rollern, den Frachtverkehr und autonomes Fahren.

Den Informationen zufolge könnte es einen Uber-Börsengang bereits im ersten Quartal 2019 geben. Der bisher nur in den USA und in Kanada aktive Uber-Konkurrent soll den März oder April ins Auge fassen.

Uber hatte in den vergangenen Jahren rund 20 Millionen Dollar an Investorengeldern und Krediten eingesammelt. Laut Medieninformationen stellten Banken für einen Börsengang eine Bewertung von bis zu 120 Milliarden Dollar in Aussicht.