Der Neuanfang für Johannes Geis beginnt

Unter Tedesco hatte Geis keine Chance

In Schalke hatte er nie den richtigen Weg eingeschlagen. Der mittlerweile 25-Jährige wirkte zu häufig zu behäbig und zu langsam, das Spiel schien vielfach einfach an ihm vorbei zu rauschen. Wohl auch, weil er anders als in Mainz nie zum Fixpunkt des Schalker Spiels wurde.

Unter Trainer Domenico Tedesco spielte Geis dann gar keine Rolle mehr, wurde für eine Saison nach Sevilla ausgeliehen, wo er auch nicht recht Fuß fassen konnte (14 Einsätze). Zuletzt durfte er nur noch beim S04-Amateurteam trainieren.

Geis braucht hohe Trainingsintensität

Doch nicht umsonst begründet Armin Veh den Transfer damit, dass Geis ein wichtiger Baustein für den sofortigen Wiederaufstieg sein könnte, zumal mit Vincent Koziello, Marco Höger und Matthias Lehmann drei wichtige Spieler der Kölner verletzungsgeplagt sind. “Mit Johannes haben wir einen Spieler dazu bekommen, der uns mit seiner Qualität sofort weiterhelfen kann”, sagt der FC-Geschäftsführer. Kann Geis seine Möglichkeiten entfalten, besticht er mit Überblick, guten Pässen, einer schlauen Spielverlagerung und starken Standards – das alles kann den Unterschied ausmachen.

Allerdings fehlt Geis die so wichtige Spielpraxis: In der laufenden Saison ist er bei den Schalker Profis noch gar nicht und bei den Amateuren erst einmal zum Einsatz gekommen. Es wird deshalb die dringlichste Aufgabe von FC-Trainer Markus Anfang im derzeitigen Trainingslager von Mallorca sein, seinen neuen zentralen Spieler mit intensiven Übungseinheiten in eine gute Spielverfassung zu versetzen. Sollte dies gelingen, dürfte der Plan der Klub-Verantwortlichen aufgehen.

Stand: 14.01.2019, 12:13