Handball TuS Fürstenfeldbruck 3. Liga Panther

Neues Jahr, altes Leid: Heilbronns Stadtteil Horkheim bleibt für die Drittliga-Handballer des TuS Fürstenfeldbruck kein gutes Pflaster. Diesmal setzte es dort eine 27:29 (12:12)-Niederlage. Die Personalnot war ein Stückchen zu arg.

Fürstenfeldbruck –„Nur einen Tick mehr, dann hätten wir sie vielleicht geknackt“, ärgerte sich Teammanager Marco Müller über die knappe Niederlage. Ohne die verletzten Sebastian Meinzer, Frederik Hartz und Yannick Engelmann sowie den beruflich verhinderten Max Horner mussten aber gleich mehrere Panther 60 Minuten durchspielen. „Die kamen auf dem Zahnfleisch daher“, sagte Müller. Dass die Truppe sich in der Schlussphase immer wieder herankämpfte, nötigte dem Teammanager Respekt ab. Zum Sieg sollte es aber nicht reichen, obwohl USA-Rückkehrer Julian Prause und die lange verletzten Alexander Leindl und Felix Kerst wieder im Kader standen.

Während letzteren kein Tor gelang, war Prause dreimal erfolgreich – erstmals in der 21. Minute, als er die 9:8-Führung erzielte. Überhaupt war Prause in seiner ersten Partie seit einem halben Jahr wieder ein wichtiger Faktor und spielte 50 Minuten. Aber auch Leindl und Kerst sorgten für Entlastung. Allerdings agierte das Trio noch nicht mit 100 Prozent und konnte die Lücken nicht vollständig schließen. „Sie müssen natürlich erst wieder rein finden“, sagte Müller.

Trotzdem ging es in den ersten 30 Minuten eng her. Das Spielgeschehen wogte hin und her, keines der beiden Teams konnte sich absetzen. Neunmal führten die Panther mit einem Tor und Horkheim glich immer wieder aus. Gegen Ende der Halbzeit legten dann die Gastgeber insgesamt dreimal vor, und dem TuS gelang jeweils der Ausgleich. Die vorentscheidende Phase spielte sich dann zwischen der 32. und 37. Minute ab. Aus einem 13:13 wurde ein 13:17-Rückstand für die Panther. Und den konnten sie letztlich nicht mehr überwinden.

„Horkheim hat eine sehr erfahrene Mannschaft“, sagte Müller. Da falle es doppelt schwer, mit einem ohnehin dezimierten Kader eine Aufholjagd zu starten. Dazu kam, dass die Horkheimer Halle voll besetzt war. Die Fans vom benachbarten Eishockeyclub Heilbronner Falken sorgten für mächtig Stimmung. „Das hat uns schon gepusht, die Horkheimer aber natürlich auch“, sagte Müller.

Und nicht zuletzt dürfte die Stimmung auch dafür gesorgt haben, dass am Ende zwei umstrittene Entscheidungen zugunsten der Hausherren ausfielen. Und so konnten die Panther in den Schlussminuten durch Tore von Maximilian Lentner, Johannes Stumpf und dem überragenden Falk Koldziej – er traf zwölf Mal und hielt sich an der Siebenmeterlinie bei zwei Versuchen schadlos – zwar noch einmal von 23:28 auf 26:28 verkürzen. Doch dann traf Horkheim noch einmal. Das war die Entscheidung. Zwar konnte Stumpf noch einmal verkürzen, doch danach blieben nur noch 33 Sekunden auf der Uhr – zu wenig, um am Ausgang noch was zu ändern.