Hitze in Australien: Fledermäuse greifen Menschen an

Während Teile von Bayern im Schnee versinken, hat man am anderen Ende der Welt gegenteilige Probleme. Aufgrund der Hitzwelle hat es allein in den vergangenen zwei Wochen nördlich der Metropole Sydney sieben Angriffe von Fledermäusen gegeben. Das sei mehr als je zuvor in einem so kurzen Zeitraum.

Bei zwei Tieren sei das dem Tollwuterreger ähnliche australische Fledermaus-Lyssavirus nachgewiesen worden. Es kann für Menschen lebensbedrohlich sein.

Die Hitzewelle dauert bereits seit Weihnachten an. Das ungewöhnlich heiße Wetter mit Temperaturen über 40 Grad Celsius sei eine Belastung für Fledermäuse. Verwirrt fielen einige Tiere von Bäumen und verfingen sich etwa in Stromleitungen. Menschen seien beim Versuch zu helfen attackiert worden. Statt Fledermäusen in Not selbst zu retten, solle man lieber Experten herbeirufen, schrieb der Sender.

Hierzulande bekommen die Fledermäuse von den Schneemassen nichts mit, sie überwintern in Erd- oder Baumhöhlen. Im Winterschlaf sinken Atemfrequenz und Herzschlag drastisch: So sparen sie Energie.