Bei Tesla ist weiterhin Vorsicht geboten

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Bei Tesla ist weiterhin Vorsicht geboten

Man kann es drehen und wenden wie man möchte, aber es ist nie ein gutes Zeichen, wenn ein innovatives Wachstumsunternehmen wie Tesla beginnt, die Mitarbeiterzahl drastisch zu reduzieren.

Tesla (WKN: A1CX3T / ISIN: US88160R1014) ist noch längst nicht an seinem Ziel, bezahlbare Elektroautos für jedermann anzubieten, angekommen. Um dieses Ziel zu erreichen müssen die Kosten gesenkt werden, vor allem für den Hoffnungsträger Model 3. Das Elektroauto sollte den Massenmarkt mit einem Wunschpreis von rund 35.000 US-Dollar erobern. Allerdings werden die Model 3 in den USA für deutlich mehr als 50.000 US-Dollar gehandelt. Das hat mit Massenmarkt nichts zu tun. Nun wurden drastische Schritte angekündigt, um diesem Problem zu begegnen.

In einer E-Mail an die Mitarbeiter kündigte Konzernchef und Gründer Elon Musk an, die Mitarbeiterzahl um rund 7 Prozent oder um etwas mehr als 3.000 Festangestellte, zu senken. Auf diese Weise soll den Kosten der Kampf angesagt werden. Vor allem will man das Model 3 preislich endlich zu einem Massenmarktauto machen. Anleger nahmen die Nachricht zunächst jedoch nicht besonders erfreut auf. Am vergangenen Freitag rauschte die Tesla-Aktie trotz eines insgesamt positiven Börsenumfeldes um knapp 13 Prozent in die Tiefe. Dabei schienen Marktteilnehmer mit dem Unternehmen endlich versöhnt gewesen zu sein.

Nachdem Elon Musk im vergangenen Jahr mit einem Twitter-Tweet zu einem möglichen Tesla-Delisting sogar die US-Börsenaufsicht SEC auf den Plan gerufen und kurz davor stand, neben seinem Chefposten im Verwaltungsrat auch den CEO-Posten zu verlieren, sorgten ein Gewinn im dritten Quartal und die Fortschritte bei der Model 3-Produktion für Jubel am Markt. Daraufhin kletterte die Tesla-Aktie in die Höhe, so dass der kalifornische Elektrowagenbauer beim Börsenwert weitere große Automobilhersteller hinter sich lassen konnte.

Trotz dieser Erfolge umgeben Tesla weiterhin viele Fragezeichen. Schon die Absatzzahlen für das Schlussquartal 2018 blieben unter den Erwartungen der Analysten. Zwar konnte Tesla im Jahr 2018 etwa so viele Autos verkaufen wie in der gesamten vorherigen Firmengeschichte, im vierten Quartal wurden jedoch lediglich 90.700 Autos ausgeliefert, während Analysten laut FactSet mit einem Wert von 92.000 Fahrzeugen gerechnet hatten.

Es ist nicht das erste Mal das Tesla eigene oder die Erwartungen der Analysten an die Verkaufszahlen seiner Fahrzeuge enttäuscht hat. Es dürfte nicht das letzte Mal gewesen sein. Schließlich verspricht vor allem Konzernchef Elon Musk Anlegern gerne das blaue vom Himmel. Selbst wenn sich die optimistischsten Prognosen bewahrheiten sollten, ist vieles von den möglichen Erfolgen im Kurs der Tesla-Aktie bereits eingepreist. Das 2019er-KGV ist mit 45 alles andere als günstig. Außerdem ist das nun angekündigte Stellenstreichungsprogramm für ein Wachstumsunternehmen ein ganz schlechtes Zeichen. Daher sollte die Vorsicht in Bezug auf mögliche Tesla-Investments Vorrang haben.

Anleger, die von der anhaltenden Stärke von Tesla überzeugt sind, können mit einem Faktorzertifikat Faktor 5x Long auf Tesla (WKN: MF6BWM / ISIN: DE000MF6BWM2) gehebelt von Kurssteigerungen profitieren. Skeptiker haben mit dem Short-Faktorzertifikat (WKN: MF2LNG / ISIN: DE000MF2LNG1) die Chance auf sinkende Kurse zu setzen.

Dieser Artikel wurde verfasst von Marc Schmidt

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