Zwei Erdbeben in der Eifel – Eines mit Rekordstärke

Gleich zweimal innerhalb weniger Stunden hat sich die Eifel in dieser Woche bewegt. Der Grund dafür waren Erdbeben am Montag und Dienstag.

Im rheinland-pfälzischen Kobern-Gondorf hatte am Montag die Erden gebebt – rund um das Epizentrum schlug das Seismometer bis zu einer Stärke von 2,8 auf der Richterskala aus. Der Grund für das Erdbeben liegt nach verschiedenen Medienberichten offenbar an einer Verschiebung von tektonischen Platten.

Eifel-Vulkan zeigt Aktivität – das Wichtigste in Kürze:

  • Unter dem Laacher See in der Eifel verbirgt sich ein Vulkan
  • Forscher haben festgesellt, dass sich seine Magmakammer wieder füllt
  • Darauf deuten Erdbeben hin
  • Nun ist es erneut zu Erdbeben gekommen

Am Dienstagmorgen wurde nach Angaben der Webseite Erdbebennews.de ein Wert von 2,5 gemessen. Das Beben wurde an derselben Stelle wie am Montag registriert.

Bei einer Stärke von 2,0 sind Erdbeben nicht nur messbar, sondern können auch ohne Messgeräte wahrgenommen werden. Ab einer Stärke von 5,0 auf der Richterskala gelten Erdbeben als gefährlich und können Gebäude zum Einsturz bringen.

Vulkan sorgt regelmäßig für Beben

Wie der „Bonner Generalanzeiger“ berichtet, habe sich das Beben am Montag rund um Kobern-Gondorf in einer Tiefe von acht Kilometern ereignet. „In der Eifel tut sich etwas“, zitiert die Zeitung Professor Georg Wieber vom Landesamt für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz.

Nutzer von „Erdbebennews.de“ schrieben am Montag, dass das Beben teils bis Koblenz spürbar gewesen sein soll. Ein derart starkes Beben ereignete sich zuletzt in der Osteifel im November 2012.

In der Osteifel kommt es immer wieder zu kleineren Erdbeben. Ein möglicher Grund dafür ist ein aktiver Vulkan, der unter dem Laacher See liegt.
Erst im Januar war bekannt geworden, dass der Vulkan nicht, wie bisher angenommen, erloschen ist, sondern nur schläft. In dem Wasser des Sees waren Gasbläschen sichtbar.

So verhalte ich mich bei einem Erdbeben richtig

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Die Erdbebenserie bedeute aber nicht, dass ein Vulkanausbruch aktuell bevorstehe, zitiert die „Rheinische Post“ Torsten Dahm vom Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam.

Jüngst hatte ein starkes Beben die bei deutschen Urlaubern beliebten Kanarischen Inseln erschüttert.
Auch dort ist ein Vulkan noch aktiv. Der Grund für die Erschütterungen lag aber auch dort an einer tektonischen Plattenverschiebung. (tki)