Für BVB-Talent Sancho stoppte Matthäus sogar das Laufband


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Schon als Dortmunds Sancho noch für die U17 spielte, wurde Lothar Matthäus auf ihn aufmerksam – und gab seinem Berater einen heißen Tipp.



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Lothar Matthäus, Fußball-Weltmeister und Experte des Pay-TV-Senders Sky, achtet auch im Alter auf seinen Körper. Der 57-Jährige absolviert mehrmals pro Woche Einheiten auf dem Laufband. „Normalerweise ziehe ich das Programm immer ohne Unterbrechung durch“, sagt Matthäus, „aber einmal habe ich nach 15 Minuten die Stopp-Taste gedrückt.“

Matthäus hatte auf einem TV-Monitor, auf dem er ein Weltmeisterschaftsspiel der englischen U-17-Nationalelf verfolgte, mehrere starke Szenen einen pfeilschnellen Spielers beobachtet. „Nach kurzer Zeit habe ich das Laufen unterbrochen und meinen Berater angefunkt, wer denn die Nummer elf der Engländer ist“, erzählt Matthäus. Fünf Minuten später kam die Antwort: „Jadon Sancho, Manchester City.“ Matthäus: „Ich habe meinem Berater gesagt: Wenn du den unter Vertrag nimmst, dann machst du richtig Geld. Und ein paar Monate später war Sancho bei Borussia Dortmund.“

Heute Abend (21 Uhr) muss Borussia Dortmund im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Tottenham Hotspur ran. „Sancho wird es Spaß machen, sich in England zu zeigen“, sagt Lothar Matthäus. Der deutsche Rekordnationalspieler mag die junge Spielergeneration, die aktuell in der Bundesliga auftrumpft. „Die jungen Leute strotzen vor Selbstvertrauen. Sie sind dabei aber nicht überheblich. Serge Gnabry von Bayern, Timo Werner von RB Leipzig und Jadon Sancho vom BVB – das ist die Zukunft“, glaubt der Rekordnationalspieler.

In der Meisterschaft traut er Sancho und den Borussen den großen Coup zu. „Ich glaube, dass Dortmund mit einem Punkt Vorsprung Meister wird“, so Matthäus, „die Dortmunder sind gegenüber Bayern in der Pole Position.“ Allerdings könnte sich je nach Abschneiden in der Champions League die Belastung noch in die eine oder andere Richtung auswirken. Matthäus: „Mal schauen, wie weit der BVB und die Bayern kommen.“ Auch die Bayern haben es mit einem englischen Vertreter zu tun und müssen sich mit dem FC Liverpool auseinandersetzen.