SEK-Einsatz an Rummelsburger Bucht: Mann wird mit Schusswaffe bedroht – Boot

Rummelsburger Bucht –

Ein Unbekannter hat in der Nacht zum Mittwoch für einen Großeinsatz der Polizei am Rummelsburger See in Berlin gesorgt, weil er einen Mann mit einer Schusswaffe bedroht hatte. Er zog am Dienstagabend die Waffe, als er den 45-Jährigen an einem Bootssteg traf, wie die Beamten am Mittwoch mitteilten. Anschließend verschwand der Angreifer. „Die Hintergründe sind noch völlig unklar“, sagte eine Polizeisprecherin.

Mutmaßlicher Angreifer flüchtete mit Frau auf Motorboot

Als die alarmierten Sicherheitskräfte eintrafen, entdeckte der Bedrohte den Widersacher in einem Boot, das am Steg anlegte. „Bis zu 20 Personen“ sollen sich auf mehreren Schlauchbooten aufgehalten haben. Als der 45-Jährige ihn wiedererkannte, flüchtete der mutmaßliche Angreifer mit einer Frau auf einem Motorboot. Polizeihunde, ein Hubschrauber und die Wasserschutzpolizei wurden angefordert. „Wegen der Waffe war auch das Spezialeinsatzkommando vor Ort“, sagte die Polizeisprecherin.

Jugendfreizeitschiff seit Oktober von Aktivisten besetzt

Das Boot fuhr bis zur Liebesinsel und legte anschließend an einem Anleger an der Rummelsburger Bucht an. Der Unbekannte war jedoch nicht mehr an Bord, er konnte entkommen. Die Beamten nahmen die Frau fest. Auf den Schlauchbooten wurde ein Plastikbeutel gefunden, „in dem sich offenbar Cannabis befand.“ Zwei Männer wurden zu einer Gefangenensammelstelle gebracht, einer von ihnen wurde per Haftbefehl gesucht. Es werde in alle Richtungen ermittelt, „auch in das Umfeld des Boots Freibeuter im Rummelsburger See“. Das ehemalige Jugendfreizeitschiff war im vergangenen Oktober von Aktivisten besetzt worden. (dpa)