Amsterdamer Reichsmuseum zeigt erstmals „Alle Rembrandts“

Zum ersten Mal in seiner Geschichte zeigt das Amsterdamer Reichsmuseum alle Werke von Rembrandt van Rijn (1606–1669) aus der eigenen Sammlung. Die Ausstellung „Alle Rembrandts“ ist eine Hommage an den Maler, der vor 350 Jahren in Amsterdam starb.

Er sei ein Ausnahmekünstler und Rebell der Kunst, sagte heute der Direktor des Reichsmuseums, Taco Dibbits. „Bei Rembrandt geht es nicht um Schönheit, sondern um die raue Wirklichkeit.“ Das Reichsmuseum verfügt über die größte Rembrandt-Sammlung der Welt.

Zu sehen sind bis Juni insgesamt 22 Gemälde, 60 Zeichnungen und 300 Drucke. Spitzenstücke sind „Die jüdische Braut“, die Doppelporträts „Marten und Oopjen“ sowie „Die Tuchmacher“. Außerdem sind außergewöhnliche Zeichnungen aus seiner frühen Periode zu sehen. Vor allem die oft sehr kleinen Zeichnungen und Stiche sind so lichtempfindlich, dass sie nur sehr selten gezeigt werden. Rembrandts berühmtestes Gemälde „Die Nachtwache“ hängt ebenfalls im Reichsmuseum.

Die Ausstellung zeigt, wie sehr das persönliche Leben des Malers mit seiner künstlerischen Entwicklung verbunden ist. Sowohl in der Auswahl seiner Themen als auch mit seiner Technik folgte er nicht den damals herrschenden Konventionen in der Kunst. So malte er nicht nur Porträts für reiche Auftraggeber, sondern zeichnete auch seine Familie, Freunde sowie Szenen aus dem Alltag.

Die Niederlande feiern 2019 als Rembrandtjahr. Mit zahlreichen Ausstellungen, Büchern und Festivals erinnern sie an den 350. Todestag des Malers und die damalige kulturelle und wirtschaftliche Blüte des Landes, das Goldene Zeitalter.