Antonio Brown will wechseln: Die wichtigsten Fragen und Antworten zu einem

München – Antonio Brown hat sich entschieden. Anders ist sein Tweet nicht zu verstehen. Der Wide Receiver bedankte sich bei den Pittsburgh Steelers für neun große Jahre und kündigte an: “Es ist Zeit, weiterzugehen.” Dazu ein kurzes Video im Steelers-Jersey.

Bedeutet unmissverständlich: Brown will weg. 

Angeblich soll er dann auch kurz vor seinem Tweet einen Trade von den Steelers gefordert haben. 

Der Wechsel wäre der Schlusspunkt unter eine mehrmonatige Auseinandersetzung, unter ein nach diversen Eskapaden offenbar komplett zerrüttetes Verhältnis, das ganz offensichtlich nicht mehr zu kitten ist.

ran.de beantwortet die wichtigsten Fragen zu einem möglichen Trade.

Welche finanziellen Auswirkungen würde ein Trade haben? Vorab: Am sinnvollsten erscheint ein Trade vor dem 17. März, denn sonst bekäme Brown einen Roster-Bonus in Höhe von 2,5 Millionen Dollar.

Offiziell könnten die Steelers den Trade sowieso erst mit dem Start der neuen Saison am 13. März eintüten. Bis zum 17. März würde ein Trade das Cap Space mit Dead Money in Höhe von 21,12 Millionen Dollar belasten. Nach dem 17. März käme der Roster Bonus zum Dead Money noch hinzu (23,62 Millionen).

Dafür haben die Browns bei einem Trade nach dem 1. Juni die Möglichkeit, das Dead Money über zwei Jahre zu verteilen. Wie ESPN berichtet, wären das 2019 9,54 Millionen und ein Jahr später die restlichen 14,08 Millionen.

Brown bekommt für seinen Vertrag 2019 ein Salär in Höhe von 12,625 Millionen, 2020 sind es 11,3 Millionen, 2021 wiederum 12,5 Millionen. Sportlich gesehen ist der Mann fraglos ein Schnäppchen. Unwahrscheinlich ist es auch, dass er in seiner Situation einen neuen Kontrakt aushandeln kann.

Was fordern die Steelers und was können sie für Brown bekommen? Das könnten zwei Paar Schuhe sein. Die Steelers gehen vermutlich davon aus, dass sie einen Erstrundenpick für Brown bekommen. Immerhin kam Brown in der vergangenen Saison auf 1297 Yards und 15 Touchdowns, in neun Jahren sind es in 130 Partien 11.207 Yards und 74 Touchdowns. 

Es gibt allerdings auch Stimmen, die die Möglichkeiten der Franchise aufgrund der Skandale deutlich tiefer ansiedeln. ESPN zitiert zwei hochrangige NFL-Führungskräfte, die einen Zweit- oder Drittrundenpick geben würden. 

Je nachdem, was sich beim Scouting Combine personell herauskristallisiert, sogar nur einen Viertrundenpick. Nicht auszuschließen, dass die Steelers hier mit ihren Erwartungen danebenliegen.

Welche Teams könnten für Brown in Frage kommen? Er hat sich bereits ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt, was seine eigenen Vorlieben betrifft. Zum einen gibt es da diesen Instagram-Post von ihm, der die San Francisco 49ers in die Favoritenrolle drängt.

Zum anderen das Gespräch mit 49ers-Legende Jerry Rice, der verriet, dass Brown “unbedingt” nach San Francisco wolle. Die 49ers haben nicht nur genug Cap Space, sondern auch den Anspruch, 2019 wieder anzugreifen.

Ebenfalls eine mögliche Option sind die Oakland Raiders, die im Rahmen ihres Neuaufbaus und dem Abgang von Amari Cooper einen Top-Receiver brauchen könnten. Was man dabei nicht vergessen darf: Brown wird im Sommer bereits 31. Was man aber ebenfalls nicht vergessen darf: Die Unberechenbarkeit von Head Coach Jon Gruden.

Weitere Kandidaten sind die New York Jets, die Arizona Cardinals, die Buffalo Bills oder auch die Indianapolis Colts. Vor allem die Colts könnten sportlich ein attraktives Ziel für Brown sein, das Team um Quarterback Andrew Luck scheiterte 2018 erst in der Divisional Round bei den Kansas City Chiefs. Für einen zweiten Top-Receiver neben T.Y. Hilton wäre auf jeden Fall Platz. 

“Ruf mich an”: Sogar Spieler schalten sich inzwischen ein, um Brown zu locken.

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