Blumen zum Valentinstag: Rosen als Symbol der Liebe

Bündelweise stehen langstielige roten Rosen in den mit Wasser gefüllten Behältern im Blumengeschäft von Sabine und Thomas Wüster. Heute ist Valentinstag, der Tag, an dem Männer jeden Alters ihrer großen Liebe Rosen schenken. Manche Männer drücken ihre Zuneigung für die Frau ihres Herzens mit einer einzelnen Rose aus, bei anderen muss es gleich ein ganzer Arm voll sein. Auch wenn Thomas Wüster von diesem „gemachten Konsumtag“, der in seinem Geschäft einen hohen Wareneinsatz und eine hohe Personalquote erforderlich macht, nicht begeistert ist, freut er sich auf alle Kunden, die anlässlich des Valentinstages in seinen Laden am Platz d’ Agen kommen. „Es geht nicht darum, dass jemand viel Geld ausgibt, es geht um die Geste, die Tradition des Blumenschenkens“, sagt der Florist. Und dann ist es egal, ob eine Primel verschenkt wird oder ein üppiger Blumenstrauß – die Geste zählt.

Aus langjähriger Erfahrung weiß Thomas Wüster, dass am Valentinstag viele Schüler und junge Männer ins Geschäft kommen, manche etwas verlegend dreinblickend, „um Blumen für ihr erste Liebe“ zu kaufen“. Der Klassiker ist natürlich die rote Rose, als Symbol der Liebe. Viele Kunden bevorzugen an diesem Tag eine einzelne Rose, andere lassen sich einen Strauß binden und müssen pro Rose zwischen drei und fünf Euro bezahlen. Wieder andere bevorzugen auch am Valentinstag einen klassischen Frühlingsstrauß. Wie auch immer – für Thomas Wüster zählt die Geste des Schenkens. „Es muss von Herzen kommen, was auf ein Herz wirken soll“, sagt der Florist mit innerer Überzeugung. Für ihn sagen Blumen oft mehr als tausend Worte. „Blumen zu schenken, macht Freude und tröstet im Trauerfall.“ Die persönlichen Gefühle mit Blumen auszudrücken, vergleicht  Thomas Wüster mit dem handschriftlichen Verfassen eines Briefes. Die Blumen übermitteln immer eine Botschaft, sei es „Hallo“, Danke“; „Ich bin für Dich da“ oder auch – wie am Valentinstag – „Ich liebe Dich“.

Die Begegnungen mit den Kunden, die am Valentinstag oftmals nicht zum Stammpublikum gehören, empfindet der Florist als „sehr spannend“. Und der ein oder andere braucht einen Rat, weil er keine genauen Vorstellungen davon hat, welche Blume, welche Rosenart er verschenken soll. Wüster wünscht sich natürlich, dass diese Kunden auch zu anderen Anlässen den Weg in den Blumenladen finden.

Schon am Vorabend des Valentinstages kommen Männer ins Geschäft von Thomas Wüster und kaufen dort einen Blumengruß. Das sind die Männer, die ihrer Liebsten die Blumen schon beim Frühstück am Valentinstag überreichen, wie der Florist zu berichten weiß, der seit 25 Jahren in Dinslaken tätig ist, sich der Stadt und den hier lebenden Menschen verbunden fühlt.

Die Frage, ob er seiner Frau am Valentinstag auch Rosen schenkt,  beantwortet Thomas Wüster lächelnd und verneint. „Meine Frau bekommt etwas anderes zu einem anderen Zeitpunkt. Wir haben aber immer Blumen zu Hause.“