Der Februar als Knackpunkt für Borussia Dortmund

Wenn Trainer über die Entwicklung ihrer Mannschaft sprechen, sind ihnen vor allem langfristig angelegte Veränderungen wichtig. Nachhaltigkeit ist auch im Fußball ein hohes Gut; dieses zu erreichen, gilt als Basis für Verbesserungen und idealerweise auch Erfolge.

Fünf Punkte Vorsprung auf den FC Bayern

Der natürliche Feind dieser Berufsgruppe ist bei den sportlichen Analysen allerdings der aktuelle Trend. Denn die eher kurzfristige Bewertung der Situation kann binnen weniger Wochen ein grundlegend anderes Bild hinterlassen als die Wochen, Monate zuvor – im Positiven wie im Negativen, versteht sich.

Borussia Dortmund befindet sich gerade in einer Phase, die zum Knackpunkt für die Saison werden könnte. Natürlich spielt die Mannschaft unter Trainer Lucien Favre größtenteils begeisternden Offensivfußball, natürlich lässt der Vorsprung in der Bundesliga auf den FC Bayern alle Schwarz-Gelben noch beruhigt schlafen. Und doch steht der Februar im Gegensatz zur bisher so erfolgreichen Saison.

Das vierte Spiel ohne Sieg beim BVB

Das 0:3 in Tottenham war das vierte Spiel in Folge ohne BVB-Sieg, im Pokal sind die Titelträume durch das verlorene Elfmeterschießen gegen Werder Bremen bereits zerplatzt. Ein verspielter 3:0-Vorsprung in der Bundesliga gegen die TSG Hoffenheim, dazu lauter Verletzte wie Leistungsträger Marco Reus oder Paco Alcácer sowie Mechanismen, die plötzlich nicht mehr wie gewohnt greifen – da kann schnell das Grübeln einsetzen, da kann schnell eine lähmende Wirkung eintreten.

Das Weiterkommen in der Champions League wird nun in drei Wochen in Dortmund zu einem Kraftakt für die Mannschaft von Lucien Favre. An einem Abend, an dem Borussia Dortmund sich an sich selbst berauscht, ist die Wende allerdings noch möglich. Die Hoffnung, an die sich der BVB klammern darf: Nichts löst einen Trend so schnell ab wie ein neuer Trend.