Hilfe für kleine Ohren

Wohin mit dem alten Hörgerät? Oft werden teure Hörgeräte durch verbesserte Geräte abgelöst, oder die Nutzer sind verstorben, und die veraltete Technik liegt ungenutzt in der Kommode. Seit Sommer 2018 gibt es in Langenfeld eine Lösung, seit Anfang 2019 auch in Monheim: Die Lions sammeln diese Geräte, um bedürftigen, hörgeschädigten Kindern in Entwicklungsländern zu helfen. Bei allen Hörgeräteakustikern in beiden Städten stehen Sammelboxen.

Weltweit gibt es viele Kinder mit einer Hörbehinderung. Infektionen und Erkrankungen im frühen Kindesalter schädigen häufig dauerhaft das Gehör. Ein Kind, das nur schwer hören kann, erwirbt die gesprochene Sprache nur sehr mühsam, kann kaum die Schule besuchen und einen Beruf erlernen. Dank der weltweit vernetzten Lions-Organisation ist sichergestellt, dass die aufbereiteten Geräte „vor Ort bis ans Kinderohr“ gebracht werden.

In der Monheimer, „Ohrfabrik“, so nennt die Hörakustikmeisterin Silke Beyenburg ihr zum Jahresbeginn übernommenes Fachgeschäft in der Neustraße, stellten die Lions das Projekt vor. Die Präsidenten des Lionsclubs Monheim „Alte Freiheit“, Dr. Angela Linhart und die Vorsitzende des Fördervereins, Dr. Annette Busemann, zeigten die Flyer und Plakate, mit denen in Monheim das Bewusstsein für diese Idee geweckt werden und verstärkt werden soll.

Mit dabei war auch Kurt Seyboldt, der im Langenfelder Lionsclub für diese Aktivität besondere Verantwortung trägt. 260 Geräte kamen in den Langenfelder Sammelboxen seit Sommer 2018 zusammen, 60 zusätzlich bereits in diesem Jahr. Kurt Seyboldt schwebt vor, die clubübergreifende Aktion auch noch um Akteure in Leichlingen zu erweitern.

In Monheim war es vor allem Sofia Petrova, die sich um die notwendigen Kontakte zu Hörgeräteakustikern kümmerte. “Die ersten zehn Geräte sind schon abgegeben worden“, freut sie sich. Weitere Infomationen gibt es online auf www.kleine-ohren.de.