Immer weniger Schüler auf der Piste

Ob Anfänger oder Skiprofi – am Skilager, wie hier mit Vilshofener Gymnasiasten, loben die Lehrer Teamgeist und Gemeinschaftserlebnis. −Foto: Gymnasium Vilshofen

Ob Anfänger oder Skiprofi – am Skilager, wie hier mit Vilshofener Gymnasiasten, loben die Lehrer Teamgeist und Gemeinschaftserlebnis. −Foto: Gymnasium Vilshofen

Morgens raus auf die Piste, mit mehr oder weniger Eleganz den Berg hinunter wedeln und später zurück in die Herberge zum abendlichen Schabernack mit Mitschülern und Lehrern. Seit Jahrzehnten fahren bayerische Schüler ins Skilager und kehren meist mit einem dicken Plus an Sportsgeist und Gemeinschaftsgefühl wieder zurück in die Klassenzimmer. Seit sich aber der Winter immer wieder rar macht, der Umweltschutz in den Fokus gerückt ist und die Kosten fürs Skifahren immer weiter steigen, gerät auch das Skilager in die Diskussion. In den Schulen im Landkreis reagiert man auf die teilweise sinkende Zahl an Skifahrern in den Klassen und bietet Alternativen zum Alpinskifahren an.

In den Gymnasien hält man an einer Woche Wintersport fest. Allerdings ist das “Skilager”teilweise in “Wintersportwoche” umbenannt worden. Damit auch Nicht-Skifahrer auf ihre Kosten kommen, bieten die Schulen beispielsweise auch Langlauf, Biathlon, Wandern und Eislauf an. Auch in einigen Realschulen wird das ähnlich gehandhabt. In den meisten Mittelschulen allerdings steht ein Skilager gar nicht zur Debatte. Teilweise gibt es dort einen Wintersporttag. Lediglich die Sport-Mittelschule Hauzenberg pflegt ihre Skiwoche. Insgesamt fällt den Lehrern auf, dass die Zahl der Ski fahrenden Kinder in den Klassen teilweise deutlich abgenommen hat. An der Realschule in Bad Griesbach hat man deshalb das Skilager zugunsten eines Sportcamps ganz aufgegeben – was einige Diskussionen mit sich brachte. An der Mittelschule Untergriesbach wird statt Skilager inzwischen mehrere Tage lang gewandert. Barbara Roth vom bayerischen Sportlehrerverband bedauert den Rückgang an jungen Skifahrern. Sie betont den pädagogischen Wert der Gleitsportart. “Jeder Hang ist eine Herausforderung und jede Abfahrt ein Erfolgserlebnis”, sagt sie – das sei als pädagogische Ausgangssituation quasi perfekt. “Als Pädagogin finde ich es äußerst bedauerlich, dass vielen Kindern das Skifahren genommen wird.” − gbeMehr darüber und eine Umfrage unter Schulen in der Region lesen Sie heute in der Passauer Neuen Presse (Landkreis).

Dokumentinfo