Neuer Kundenmagnet? Nächste Woche eröffnet TK Maxx in Witten

Schon von außen wird deutlich: Der dickste Fisch von allen bekommt auch den größten Schriftzug: „TK Maxx“ steht inzwischen in großen Lettern über dem Eingang der Stadtgalerie. Heute in einer Woche, am 21.2. um 9.30 Uhr, wird das neue Geschäft eröffnen. Aber auch sonst tut sich einiges in Wittens Einkaufszentrum.

Mit der Eröffnung des Ladens, der neben Bekleidung auch Spielzeug, Haushaltswaren, Schmuck, Delikatessen, Sportmode, Pflegeprodukte oder Einrichtungsgegenstände vorhält, verknüpfen sich viele Hoffnungen. In anderen Städten – wie Bochum oder Mülheim – hat sich gezeigt, wie gut das auf preisreduzierte Ware ausgelegte Konzept des US-Textilhändlers ankommt und wie sehr ein solcher Magnet sein Umfeld belebt. 2007 eröffnet TK Maxx seine erste Filiale in Deutschland, mittlerweile gibt es 100 Stores.

Bei TK Maxx wird Designerware bis zu 60 Prozent unter dem empfohlenen Einzelhandelspreis verkauft. Zudem wechselt das Sortiment mehrmals wöchentlich – was den Einkauf zur Schatzsuche macht. Quasi: Man möchte zwar eine Handtasche, kauft dann aber eine Schnäppchen-Bratpfanne.

45 neue Mitarbeiter eingestellt

Über 2400 qm über zwei Etagen belegt das Ladenlokal künftig in der Stadtgalerie – und ist damit nach Saturn zweitgrößter Mieter. Dafür wurde einigen Mietern gekündigt (etwa Pieper oder dm), sie zogen um (etwa Deichmann) oder aus. Während des Umbaus ab April 2018 wurden die dann leerstehende Lokale zusammengelegt. 45 neue Mitarbeiter wurden eingestellt, so die TK Maxx-Presseabteilung, die weitere Infos vorab nicht herausgeben möchte.

„Ich glaube, dass es nach dem Einzug von TK Maxx und mit der dann erhöhten Kundenfrequenz einfacher wird, weitere Mieter für die Stadtgalerie zu gewinnen“, sagt Frederik Westhoff vom Center-Management.

Neuvermietung von „Intertoys“ läuft

Aktiv laufen Verhandlungen zur Vermietung des einstigen Ladenlokals von Intertoys. „Wir gehen davon aus, dass es im zweiten Quartal 2019 Neuigkeiten dazu geben wird“. Intertoys hatte nach großer Rabattschlacht Anfang Januar geschlossen. Die holländische Spielwarenkette hat alle 23 Filialen in Deutschland aufgegeben. „Die Spielwarenbranche entwickelt sich immer mehr zum Onlinegeschäft, deshalb stehen die Anbieter vor Ort unter Druck“, so Westhoff.

Die große Intertoys-Fläche habe „oberste Priorität“. Noch keine Lösung ist für drei weitere Sorgenkinder im Obergeschoss in Sicht: So stehen zwei kleinere Läden (Runnerspoint und Tamaris) leer, ebenso das Café gegenüber von C&A. Dass man vielleicht auch „jenseits der typischen Centerkonzepte“ Erfolg haben kann, zeigt Peter Schemmann, der eigentlich nur übergangsweise mit seinem Deko-Geschäft „Living“ ins Erdgeschoss, neben „Nanu Nana“ gezogen ist. „Da habe ich ein gutes Gefühl“, sagt Westhoff. „Sowas könnte auch langfristig laufen.“

>> Yusuf Kilinc eröffnet das Café Jané

Mitte März wird das Café Jané neu eröffnen. Yusuf Kilinc hatte sieben Jahre lang an der Bahnhofstraße Kaffee serviert und dort im Oktober 2017 geschlossen – wegen eines „leichten Burn-Outs. Aber jetzt habe ich mich ein Jahr lang erholt und viel Sport gemacht“, sagt der 53-Jährige. „Ich habe gemerkt, es geht nicht ohne mein Café. Und die Wittener fehlen mir.“ Zusätzlich betreibt er den Grill („Pommes Point“) an der Berliner Straße.

Nun zieht das Café Jane in ein Ecklokal der Stadtgalerie, hin zur Hammerstraße. Dort war früher eine Eisdiele, danach das Dekogeschäft „Living“ untergebracht. Yusuf Kilinc hatte bereits vor acht Jahren einen Umzug in die Galerie erwogen. Noch wird das Lokal kernsaniert. Zum neuen Bistro soll ein
Biergarten mit bis zu 15 Tischen gehören, der den Platz vor dem Center beleben würde.