Rosberg rechnet mit spannender Saison

„Die Autos werden ganz anders sein, und es kann jetzt durchaus wieder sehr große Performance-Unterschiede geben“, sagte Rosberg, der nach dem Gewinn seines Fahrertitels bei Mercedes 2016 zurückgetreten war, gegenüber der dpa. „Vielleicht ist Mercedes jetzt ja nicht mehr die dominante Kraft? Darauf bin ich sehr gespannt.“

Außerdem hofft der 33-jährige Deutsche vor dem Saisonstart in Australien auf ein erstarktes Red-Bull-Team. „Das wäre toll, denn letztes Jahr waren es die spannendsten Rennen, als sie vorne mit dabei waren. Klar ist Mercedes momentan noch der große Favorit, aber es kann sich auch viel durchmischen“, so Rosberg.

„Bottas kann mehr“

Rosbergs Cockpit bei den Silberpfeilen erhielt Valtteri Bottas. Dem Finnen traut Rosberg in seiner dritten Saison beim Werksteam zu, Weltmeister Lewis Hamilton mehr attackieren zu können. „Bottas kann mehr, als er zuletzt gezeigt hat. Wenn er einen sehr guten Start in die Saison hat und Lewis teilweise die Motivation verliert, was ihm ja manchmal passiert, und er in eine Art Tal fällt, kann sich so eine Dynamik sehr ändern“, erklärte Rosberg.

Valtteri Bottas

GEPA/XPB Images/Moy

Für Bottas sollte eine Steigerung möglich sein

Mercedes hat seit 2014 fünfmal in Folge sowohl die Fahrer- als auch die Konstrukteurstitel gewonnen. Neben Rosberg (2016) war Hamilton 2014, 2015, 2017 und 2018 erfolgreich. Bottas wurde vor zwei Jahren WM-Dritter, im Vorjahr reichte es nur zu Platz fünf.

Vettel unter Zugzwang

Für diese Saison sieht Rosberg seinen Landsmann und ehemaligen Rivalen Sebastian Vettel bei Ferrari besonders unter Zugzwang. „Sie haben jetzt zwei Chancen gehabt und diese vor allem im letzten Jahr überhaupt nicht genutzt, im Gegenteil. Deswegen ist schon Druck drauf, dass es jetzt mal was wird.“

Vettel hatte im Vorjahr gute Chancen, Hamilton im Titelkampf zu schlagen, doch auch aufgrund eigener Fehler verpasste der Deutsche seine fünfte WM-Krone und musste sich erneut mit Platz zwei zufriedengeben. Seine vier WM-Titel holte der 31-Jährige von 2010 bis 2013 allesamt mit Red Bull.

„Leclerc wird voll auf Nummer eins gehen“

Bei Ferrari kommt es nach dem Wechsel des Finnen Kimi Räikkönen zu Alfa Romeo (bisher Sauber) zu einer neuen Konstellation, denn im erst 21-jährigen Monegassen Charles Leclerc bekommt Vettel einen neuen Teamkollegen. „Der Junge gibt richtig Gas. Er ist auf einem anderen Level als Kimi, der klar die Nummer zwei war“, betonte Rosberg.

„Leclerc wird voll auf Nummer eins gehen, und es wird spannend zu sehen, wie Sebastian damit umgeht und wie die Rangordnung bei Ferrari künftig sein wird.“ Vettel sei „natürlich einer der besten Fahrer überhaupt, aber der junge Leclerc ist auch sehr stark“, sagte Rosberg.