Schwangerer Frau wird Baby entnommen und wieder eingesetzt

Immer wieder erstaunt uns die Medizin aufs Neue. In der englischen Hauptstadt London ist Ärzten jetzt erneut eine Sensation gelungen. Die Mediziner behandelten ein erst 24 Wochen altes Baby – im Mutterleib. Das berichtet jetzt “BBC”.

Ungeborene Tochter ist schwer krank

Die Nachricht dürfte ein Schock für die werdende Mama Bethan Simpson, 26, gewesen sein: Ihre ungeborene Tochter Eloise ist an Spina Bifida, einer Fehlbildung der Wirbelsäule, erkrankt. Zwei Möglichkeiten hatten schwangere Frauen mit einer solchen Diagnose bisher: die Schwangerschaft abbrechen oder weiterführen. Doch für Bethan war schnell klar, dass sie ihre Tochter, die zum Zeitpunkt der Diagnose 20 Wochen alt war, keinesfalls aufgeben möchte. Und so entschied sich die 26-Jährige für eine ganz neue Operationsmethode – Ausgang ungewiss. 

Bethan Simpson wagt das Ungewisse

Im Rahmen der vierstündigen “Fetal-Operation” öffneten die Mediziner des “University College Hospital” in London den Mutterleib von Bethan Simpson, nahmen die kleine Eloise kurz heraus, verbanden ihr Rückenmark wieder korrekt mit dem Spinalkanal und setzten der Britin das Baby dann wieder ein. “Es war eine unglaubliche Reise”, erinnert sich Dominic Thompson, führender Neurochirurg des zuständigen “Great Ormond Street Hospital”, der ebenfalls dabei war, an die Operation von Bethan Simpson. Erst vier Mal wurde diese Art von Operation in Großbritannien durchgeführt. 

Eloise wird im April geboren

Nachdem sie erfolgreich im Mutterleib operiert wurde, stehen die Chancen für Eloise gut, dass sie ein ganz normales Leben wird führen können. Im April soll die Kleine geboren werden. “Es ist kein Heilmittel. Es gibt jedoch eindeutige Beweise dafür, dass die Aussichten durch eine frühzeitige Operation viel besser sind”, erklärt Dominic Thompson Eloises Chancen, dass sie tatsächlich ganz gesund zur Welt kommen wird. 

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Verwendetet Quelle: BBC