"The Devil in the White City": Serienkiller-Serie kommt von Scorsese & DiCaprio

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Die Verfilmung des Serienkiller-Thrillers “The Devil in the White City” lässt seit zehn Jahren auf sich warten. Nachdem die ursprünglichen Pläne eines Kinofilms scheiterten, erscheint die Geschichte um H. H. Holmes nun im Serienformat. Inszeniert und produziert wird die Roman-Adaption von Leonardo DiCaprio und Martin Scorsese.
Geschlagene neun Jahre liegt die Ankündigung von The Devil in the White City nun schon zurück. Mehr als genug Zeit, finden Martin Scorsese (The Irishman) und Leonardo DiCaprio (Once Upon a Time in Hollywood), und lassen das Vorhaben für den amerikanischen Netflix-Konkurrenten Hulu (Castle Rock), der unter anderem zum Walt Disney-Konzern gehört, nun wieder aufleben – wenn auch mit geringfügigen Abweichungen. Denn als die Adaption von Erik Larsons Romanvorlage 2010 fürs Kino angekündigt wurde, war noch DiCaprio selbst für die Rolle von Massenmörder H. H. Holmes alias Herman Webster Mudgett vorgesehen. Auch hätte Scorsese Regie führen sollen.
2019 scheint sich das Duo hinter gemeinsamen Hits wie Shutter Island oder The Departed allerdings auf das Produzentendasein beschränken und die Hauptrolle sowie Leitung auf dem Regiestuhl einem (sicherlich mindestens ebenso namhaften) Kollegen überlassen zu wollen. Immerhin aber wird The Devil in the White City dank ihrer Unterstützung nun doch noch verfilmt.

“The Devil in the White City”: Serienkiller-Thriller im 19. Jahrhundert

Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio arbeiteten bereits für den Psycho-Thriller "Shutter Island" zusammen.
Martin Scorsese und Leonardo DiCaprio arbeiteten bereits für den Psycho-Thriller “Shutter Island” zusammen.
Foto: Claudio Onorati/ANSA/epa/dpa
Thematisiert wird die kathedralenhafte Architektur des Fortschritts: Im Vorfeld der Weltausstellung 1873 will der Stararchitekt Daniel Hudson Bernham die “Weiße Stadt” aus den Sümpfen von Jackson Park in Chicago stampfen: ein Stein gewordener Traum, der die technische US-Vorherrschaft in alle Ecken der Erde tragen soll. Gleichzeitig arbeitet der ebenso diabolische wie attraktive und charmante Psychopath, Mediziner und Massenmörder H. H. Holmes alias Herman Webster Mudgett, der im Film von DiCaprio (Django Unchained) porträtiert werden sollte, an einem Bau des Grauens, eine Art negatives Gegenstück zur industriellen Macht:
Ein als Hotel getarntes Schlachthaus mit eigenem Krematorium, in dem junge Frauen, vom Glanz der Großstadt angelockt, auf grausame Weise umgebracht werden. Doch das Vorbild für Holmes im Roman gab es wirklich: Im 19. Jahrhundert gab er zu, 27 Menschen getötet zu haben – ein Geständnis, dass ihm die hohe Belohnung einer Zeitung und den Strang einbrachte. Andere Quellen sprechen gar von 200 Opfern.

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