Valentinstag: Ein Tag für alle "Liebenden"!

Der Valentinstag polarisiert. Viele nutzen ihn, um geliebten Menschen zu danken, Gegner negieren ihn.

FELDKIRCHEN (fri). “Es ist bestimmt kein Tag, der die Menschen ganz kalt lässt”, ist Floristin Judith Sticker-Wedenig überzeugt. Gemeint ist damit der 14. Februar, der als Valentinstag Furore gemacht hat.

Symbol der Zuneigung

Denn ganz egal, ob man Menschen, die einem besonders nahe stehen und viel bedeuten, an diesem Tag beschenkt oder nicht, man denkt zumindest darüber nach. “Ich persönlich finde, dass es einfach eine schöne Geste ist jemandem “Danke” zu sagen. Dabei muss das keineswegs genau der Valentinstag sein. Es ist jeder andere Tag ebenso gut geeignet seinen Mitmenschen eine Freude zu bereiten.”
Die Idee des Schenkens am Valentinstag, so erklärt die Feldkirchner Floristin, sei aus England zu uns übergeschwappt. “Die Floristen waren die Ersten, die den Brauch aufgegriffen haben. Vielleicht ist das so, weil Blumen eine Sprache sprechen, die jeder versteht. Zudem fällt der Tag in die kalte Jahreszeit und Blumen als Symbol des Frühlings, des Wiederkehrenden sorgen für strahlende Augen.” Bei Blumen Wedenig wird die symbolische Kraft der Blumen noch mit Worten unterstützt.

Ein paar nette Worte

“Leider ist die Tradition des Briefeschreibens ein wenig aus der Mode gekommen. Wir gestalten Karten, originelle Tafeln oder kleine Bildchen und geben damit Gefühlen eine Stimme.” Das sieht auch Floristenlehrling Bianca so. “Ich erlebe selbst mit, dass der Valentinstag eine große Bedeutung hat”, sagt sie und verrät, dass sie selbst Rosen als Geschenk favorisiert. Und das weiß auch ihr Freund Josef genau. “Valentinstag vergessen – das geht gar nicht, wenn man eine Freundin hat, die als Floristin arbeitet”, schmunzelt der Landmaschinenmechaniker. Aber er weiß auch, dass er mit roten Rosen bei seiner Herzallerliebsten immer punkten kann.

Schöne Wäsche

Auch im Modehaus Nimo zieht mit dem Valentinstag Frühlingsstimmung ein. “Der Tag hat zweifelsohne eine Bedeutung für die Menschen. Frauen und Männer werden gleichermaßen beschenkt”, weiß Nimo-Geschäftsführerin Ingrid Maier. “Accessoires – sprich Schals, Modeschmuck, Unterwäsche – werden immer benötigt und kommen beim Beschenkten gut an.” Sie selbst registriert, dass sich vermehrt junge Kundinnen und Kunden an den schönen Brauch erinnern und mit kleinen Geschenken einfach “Danke, dass du da bist!” sagen wollen.

Klein aber fein!

Kleine Symbole der Liebe werden auch in der Schmuckbranche zum Valentinstag gekauft. “Ein Herz, ein Unendlichkeitssymbol oder ein kleines Ringlein lassen die Augen der oder des Liebsten ganz bestimmt funkeln”, ist Elisabeth Sommer von der Goldschmiede Sommer sicher.
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Zur Sache

Am 14. Februar gedenkt die Katholische Kirche des hl. Valentins, Bischof von Terni und Patron der Liebenden.
Die literarischen und archäologischen Quellen über den heiligen Valentin lassen über seine Person teilweise nur Vermutungen zu. Fest steht, dass der heilige Valentin Bischof von Terni in Italien war und um 269 in Rom hingerichtet wurde, weil er seinen Glauben nicht verleugnen wollte. Zu Lebzeiten soll er junge Paare getauft haben. So wurde er zum Fürsprecher der Verlobten und zum Gewährsmann einer guten Heirat.