„Vernünftige Fortschritte” – EZB zu Brexit-Umzugs-Vorbereitungen

Proteste gegen Brexit in London

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REUTERS / Hannah Mckay

Geldhäuser aus Großbritannien mit Plänen für einen Geschäftsumzug in die Euro-Zone sind nach Angaben der EZB-Bankenaufsicht mit ihren Vorbereitungen mittlerweile gut vorangekommen. Dies teilte am Mittwoch die Agentur Reuters unter Verweis auf EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger mit.

Die Aufseher hätten die Institute dazu aufgerufen, sich auf jedwedes Ergebnis des politischen Prozesses einzustellen, so EZB-Direktorin Sabine Lautenschläger am Mittwoch auf einer Veranstaltung in Sydney.

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„Gegenwärtig haben die meisten Banken, die in die Euro-Zone umsiedeln, vernünftige Fortschritte bei der Vorbereitung ihres Umzugs gemacht”, zitiert Reuters Lauetenschläger.

Die Europäische Zentralbank ist seit Herbst 2014 für die Überwachung der großen Institute des Währungsraums zuständig. Inzwischen kontrolliert sie rund 120 Geldhäuser. Sie hatte in den vergangenen zwei Jahren umzugswillige Institute aus dem Vereinigten Königreich wiederholt dazu aufgerufen, sich rechtzeitig um Banklizenzen in der EU zu kümmern.

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Großbritannien will Ende März die Europäische Union verlassen. Bislang können in Großbritannien ansässige Geldhäuser dank des sogenannten EU-Passes auch in allen anderen EU-Ländern ihre Bankgeschäfte betreiben. Doch nach dem Brexit ist das nicht mehr möglich. Dafür benötigen sie dann eine Banklizenz in einem der verbleibenden 27 EU-Länder.