Der DFB kann in Frankfurt seine Akademie bauen

Nach langem Rechtsstreit hat die Stadt das Rennbahn-Gelände Niederrad an den DFB übergeben. 

Nach jahrelangem Rechtsstreit zwischen dem Frankfurter Rennklub und der Stadt sowie einem Bürgerentscheid über die Zukunft der früheren Galopprennbahn Niederrad ist der Weg frei für den Bau einer neuen Zentrale des Deutschen Fußball-Bunds und einer Fußballakademie. Die Stadt hat – deutlich später, als einst geplant – einen rund 15 Hektar großen Teil des Geländes am Freitag dem DFB übergeben. Dieser erhält es für 99 Jahre in Erbpacht. Dafür zahlt er insgesamt 6,8 Millionen Euro.

Nach großem Widerstand des Rennklubs war zuletzt auch das winzige „Sarotti-Häuschen“ abgebaut worden. Die Haupttribüne fiel bereits vor gut einem Jahr.

Die Arbeiten sollen im Mai beginnen. Als Generalübernehmer für das Projekt, dessen Kosten auf 150 Millionen Euro geschätzt werden, hat der DFB den Frankfurter Projektentwickler Groß & Partner beauftragt. Ein mehrgeschossiger Komplex soll entstehen, der verschiedene Nutzungen beherbergen wird. Geplant sind Verwaltungsgebäude, die Fußballakademie, Sporthallen und Fitnessbereiche, ein Athletenhaus, Gastronomie, ein Parkhaus und mehrere Sportplätze. Ziel ist, dass die Arbeiten im Jahr 2021 enden. Auf einem anderen Teil des Geländes soll ein öffentlicher Park entstehen.

Der Bau der neuen DFB-Zentrale und der Akademie böten erstmals die Chance, die Administration und den Sport unter einem Dach zusammenzuführen, sagt DFB-Präsident Reinhard Grindel. „Dadurch ergeben sich großartige Chancen für die Entwicklung des deutschen Fußballs, von der Eliteförderung bis hin zum Service für unsere Regional- und Landesverbände.“

Bau- und Immobiliendezernent Jan Schneider (CDU) spricht von einem herausragenden Projekt für Frankfurt. Die neue Infrastruktur werde auch dem hiesigen Fußballnachwuchs und der fußballbegeisterten Bevölkerung zugutekommen, sagt Sportdezernent Markus Frank (CDU)